AStA der Universität zu Köln fordert den Landtag auf, endlich Nägel mit Köpfen zu machen

Der Allgemeine Student*innenauschuss (AStA) der Univerität zu Köln beteiligt sich an Aktionen im Rahmen der voraussichtlich abschließenden Beratung zur Studiengebührenabschaffung im Innovationsausschuss des Landtags am 18. Februar 2010, um erneut auf die Dringlichkeit der Gebührenfreiheit aufmerksam zu machen. „Seit Jahren werden jedes Semester Menschen exmatrikuliert, weil sie die Gebühren nicht oder nur mit Verspätung bezahlen können. Viele fangen gar nicht erst an zu studieren, weil die zahlreichen Hürden sie abschrecken“, moniert Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender. „Wenn Menschen wegen des stressigen Bezahlstudiums aufgeben, ist das nicht nur ein persönliches tragisches Schicksal, sondern auch ein großer gesellschaftlicher Verlust!“ so Thiele weiter.

Gemeinsam mit anderen AStA aus dem ganzen Land werden Mitglieder des AStA sowie andere hochschulpolitisch Aktive mit Clownsnasen und Transparenten vor den Landtag ziehen, um unter dem Motto „Schluss mit eurer Clownerei! Studiengebühren endlich abschaffen!“ auf eine schnelle Gebührenabschaffung und öffentliche Ausfinanzierung des Bildungssystems hinzuwirken. „Die rot-grüne Landesregierung hat die Abschaffung bereits unnötig herausgezögert. Anstatt Tatsachen zu schaffen, wird endlos herum diskutiert. Wir wollen jetzt Taten sehen! Wenn der Regierung wirklich an einem gerechteren, offenen Bildungssystem gelegen ist, dann schafft sie die Gebühren jetzt endlich ab!“ fordert Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende.

Mit der abschließenden Beratung im Innovationsausschuss und der zu erhoffenden Abschaffung in der Plenarsitzung in der kommenden Woche endet ein dunkles Kapitel schwarz-gelber Hochpolitik. „Die Abschaffung der Studiengebühren in NRW kann hierbei nur ein Anfang sein“, blickt Jan S. Weber, Referent für Politik des AStA in die nahe Zukunft.

„Nächste Ziele sind dann die bundesweite Gebührenfreiheit und die Demokratisierung der Hochschulen durch eine Novellierung des nordrhein-westfälischen Hochschulgesetzes auf dessen Basis auch die Umstellung auf die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge noch einmal kritisch hinterfragt werden muss“, so Weber abschließend.