Die Neugestaltung des Masterzugangs an der WiSo-Fakultät zementiert Zweiklassengesellschaft

Der Allgemeine Student*innenausschuss (AStA) der Universität zu Köln übt massive Kritik an der Überarbeitung der Masterzulassungsordnung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni. Insbesondere die Einführung von kostenpflichtigen Einstufungstest führe zu einer verstärkten sozialen Selektivität beim Masterübergang.

„Die verabschiedete Neuregelung führt am Ziel vorbei, allen Student*innen die Möglichkeit zu geben, nach ihrem Bachelor-Abschluss auch einen Master machen zu können und stellt daher keine Verbesserung dar“, kritisiert Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender. „Wir fordern weiter einen bedarfsdeckenden Ausbau an Masterplätzen und einen Rechtsanspruch auf einen Masterplatz für alle Bachelor-Absolvent*innen“, so Thiele weiter.

„Insbesondere die Neueinführung der Einstufungstests, deren Durchführung die Bewerber*innen teilweise bis zu 100 Euro kostet, zeigt die elitäre Orientierung der Uni“, stellt Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende, fest. „Diese Maßnahme ist undemokratisch und schädlich; sie bedeutet eine weitere Hürde in unserem mit Hürden bereits überfrachteten Bildungssystem. Universitäten sind für alle da, nicht nur für die Kinder der oberen Schichten!“

„Wir müssen hier auch dringend noch einmal an Bundesministerin Schavan appelieren, endlich einheitliche Regelungen beim Masterzugang festzulegen“, fordert Jan S. Weber, Referent für Politik im AStA weiter. „Nur ein Rechtsanspruch auf einen Masterplatz mit einer bundesweit zentralen Vergabe führt zu frühzeitiger Rechtssicherheit für die Student*innen“, so Weber abschließend.