Aussetzen der Auslaufordnungen der klassischen Studiengänge abgelehnt!

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) ist enttäuscht und verärgert über die Entscheidung der Engeren Fakultät (EF) der Philosophischen Fakultät. Nach nur kurzer Diskussion wurde eine mögliche Aufhebung der Auslauffristen der alten Magisterstudiengänge abgelehnt. Zehn Gegenstimmen, bei drei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen, sorgten dafür, dass nun die Exmatrikulation zahlreicher Studierender kaum abzuwenden ist. In der EF hat die Professorenschaft, welche nur 2% der Universitätsmitglieder stellt, wie in allen universitären Gremien die absolute Mehrheit. Nur die Vertretung der Studierenden in der EF stimmten für eine Aufhebung der Fristen.

Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender, nimmt deutlich Stellung: „Wir sind enttäuscht von dem Ergebnis. Der AStA hatte gehofft, dass gerade in der Professorenschaft ein Einlenken stattfindet und die Zwangsexmatrikulationen abgewendet werden können. Die Engere Fakultät hat die Möglichkeit, die Auslauffristen abzuschaffen oder mindestens zu verlängern. Von dieser Möglichkeit wurde kein Gebrauch gemacht.“

Auch Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende, äußert ihr Unverständnis: „Das stumpfe Berufen auf angebliche gesetzliche Regelungen, die einer Entfristung entgegenstehen, halten wir für einen Vorwand. Eine Abkehr von der aktuellen Linie ist einfach nicht gewünscht: Vermeintliche Sachzwänge werden vor menschliche Bedürfnisse gestellt, Exmatrikulationen werden nicht hinterfragt und als notwendiges Übel angesehen.“

„Offenkundig besteht bei Professoren und Verwaltung gar kein Interesse, sich mit der aktuellen Situation im BA/MA-System und mit den Konsequenzen für die Menschen kritisch auseinanderzusetzen. Debatten werden abgebügelt. Statt endlich für eine Kehrtwende in der Hochschulpolitik einzutreten, traut man sich nicht, die eigene Entscheidungsbefugnis zu nutzen.“ so Jan S. Weber, Referent für Politik, abschließend.