“Klimawandel vor der Haustür” Veranstaltungsreihe zum Klimawandel

AStA-Veranstaltungsreihe zum Klimawandel im Sommersemster 2011

AStA-Klimawandelvortragsreihe Sommersemester 2011Der Klimawandel als globale Bedrohung für Mensch, Kultur und Lebensraum hat unmittelbare Auswirkungen auch auf unsere Gesellschaft.  Dabei ist global nicht nur geographisch zu verstehen, denn der Klimawandel stellt Wissenschaftler*innen nahezu aller  Forschungsbereiche vor neue Herausforderungen. Auch hier in Köln beschäftigen sich Forscher*innen und Lehrende unterschiedlicher Disziplinen mit den Ursachen und Folgen dieser  gravierenden Problematik. Dem möchte der AStA mit der Veranstaltungsreihe “Klimawandel vor der Haustür” Rechnung tragen und unterschiedliche interessante Kölner Forschungsdisziplinen und alltägliche Erkenntnisse zum Thema Klimawandel zusammentragen. Die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Filmen ist so konzipiert, dass  Studierende aller Fakultäten einen Wissensgewinn auch ohne spezieller Vorkenntnisse über die einzelne Thematik erhalten sollen.

Nach einer Auftaktveranstaltung mit Dipl. geo. Martin Fliegner am 16. Mai und einer allgemeinen Einführung zum Klimawandel, sollen die folgenden fünf Vortragsbeiträge mit Angehörigen unterschiedlicher Fakultäten auf die betriebene Forschung und Lehre in Köln zu dem Thema eingehen.

Neben der Vortragsreihe, die auf Grund der Kurzfristigkeit leider keine Anrechnung im Studium Integrale Bereich für teilnehmende Studierende ermöglicht, werden zwei interessante Filme zum Klimawandel (u.a. die oscarnominierte Deutschlandpremiere zu “Sun Come Up”) über den AStA-Film gezeigt.

Vorträge: von 17.45 – 19.15 Uhr in Hörsaal A2, Hörsaalgebäude

Mo. 16.05.2011 Dipl.-Geogr. Martin Fliegner
“Die Erde im Treibhaus – Klima im Wandel” (Allgemeine Einführung)

Di. 24.05.2011 Dr. Michael Thöne -WiSo-
“Klimaschutzpolitik – die ökonomische Perspektive”

Mo. 20.06.2011 Dipl.-Päd. Dieter Asselhoven -HumF-
“Brauchen wir ein postkollapsiales Curriculum?”

Mo. 27.06.2011 Dr. des. Michaela Haug -Phil-
“Klimawandel als Gegenstand ethnologischer Forschung”

Mo. 04.07.2011 Prof. Dr. Kirk Junker -Jura-
“Cultural Legitimacy of Climate Change Action”

Mo. 11.07.2011 Dr. Volker Ermert -MathNat-
“Einfluss des Klimawandels auf das Malariarisiko im tropischen Afrika”

AStA-Film: ab 19.30 Uhr in Hörsaal A1, Hörsaalgebäude, Eintritt: 2 Euro

Do. 19.05.2011 “Die 4. Revolution” Doku über erneuerbare Energien – In Kooperation mit Robin Wood (83min)

Do. 26.05.2011 “Sun Come Up” Doku über Klimaflüchtlinge im Pazifik – Oscarnominiert & Deutschlandpremiere (38min, OmU)

*Organisiert durch das Referat “Ökologie und kritischer Konsum”*

2 Kommentar zu ““Klimawandel vor der Haustür” Veranstaltungsreihe zum Klimawandel”

  1. Einladung

    Klimaflüchtlingslager des Künstlers Hermann Josef Hack vor dem Kölner Dom – FIAN Deutschland fordert Menschenrechte im Klimaschutz zum Start der UN-Klimaverhandlungen in Bonn

    Ort: Roncalliplatz vor dem Kölner Dom, Zeit: 4. Juni, 10 bis 15 Uhr

    Am Samstag, 4. Juni 2011, wird der Künstler Hermann Josef Hack http://www.hermann-josef-hack.de auf Einladung von FIAN Deutschland sein World Climate Refugee Camp, ein Flüchtlingslager aus ca. 1000 Zelten im Miniaturmaßstab, vor dem Kölner Dom errichten. Hierzu sind Sie herzlich eingeladen.
    Foto einer ähnlichen Kunstaktion in der Anlage.

    Kontakt Hermann Josef Hack: 0163 454 1641

    Ausführliche Information:

    Anlässlich der UN Klimaverhandlungen in Bonn, welche vom 06.06.-17.06. in Vorbereitung des diesjährigen Klimagipfels in Durban stattfinden, fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland von den Vertreter/innen der Bundesregierung, sich während der laufenden Verhandlungen über die Zukunft des Klimaregimes für eine Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen im Einklang mit den Menschenrechten einzusetzen. Klimapolitik darf nicht zur Verletzung von Menschenrechten führen.

    Im Vorfeld der Gespräche in Bonn, wo es unter anderem um die Ausgestaltung des neuen Klimafonds gehen wird, sollen die Kölner Passanten auf die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Klimapolitik und Klimaflüchtlingen aufmerksam gemacht werden. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die aufgrund der Klimakatastrophe und Menschenrechtsverletzungen im Rahmen von sogenannten Klimaschutzprojekten ihre Existenzgrundlage verloren haben, an Europas Grenzen wie feindliche Eindringlinge abgewehrt werden“, kommentiert Hack die Aktion vor dem Kölner Dom, “oder einfach gesagt: Wir dürfen nicht auf Kosten des Lebens und der Gesundheit anderer unseren Klimaschutz betreiben und denen, die als Folge davon heimatlos werden, an unseren Grenzen den Gewehrlauf ins Gesicht halten!”

    FIAN fordert mit der Kampagne „Klimaschutz ist Menschenrecht“, an welcher sich in den vergangenen Monaten viele entwicklungs- und umweltpolitische Organisationen sowie zahlreiche Einzelpersonen beteiligt haben, dass sich die deutschen Vertreter im Transitional Committee, welches die Details des Klimafonds ausarbeiten soll, für die Verankerung strikter Menschenrechtsklauseln für die Maßnahmen einsetzen, die in Zukunft durch den Klimafonds finanziert werden sollen.

    „In den Verhandlungen in Bonn kommt es jetzt darauf an, den Boden für die Konferenz Ende des Jahres in Durban zu bereiten und den Klimaschutz auf internationaler Ebene in Einklang mit international anerkannten Menschenrechtspakten, wie z. B. dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, zu bringen“, erklärt Anton Pieper, Klima-Referent bei FIAN Deutschland.

    Dabei könnte der Klimafond eine zentrale Rolle spielen. „Die Anpassungsbedürfnisse der besonders betroffenen Länder könnten berücksichtigt und Investitionen für eine Transformation in Richtung kohlenstoffarmer und klimafreundlicher Entwicklung in Entwicklungsländern angestoßen werden“, führt Pieper aus. „Gerade vor dem Hintergrund, dass der Mobilisierung des Privatsektors als Investor insbesondere in Klimaschutzmaßnahmen eine wichtige Rolle beigemessen wird, ist es unabdingbar, international anerkannte menschenrechtliche Kriterien von Anfang an in die Ausgestaltung des Klimafonds mit einzubeziehen“, so Pieper.

    Menschenrechtsverletzungen sind immer wieder Folge von Klimaschutzmaßnahmen, z. B im Rahmen des Clean Development Mechanism, bei welchem es versäumt wurde, verbindliche Menschenrechtsklauseln in das Regelwerk zu integrieren. Die aktuellen Entwicklungen eines Falles im Bajo Aguan in Honduras, wo zwischen Januar 2010 und Mai 2011 27 Bauern gewaltsam zu Tode kamen, unterstreichen die Dringlichkeit der Forderung nach menschenrechtlichen Kriterien beim Klimaschutz.

    Im Rahmen von durch den Klimafonds finanzierten Maßnahmen darf es nicht zu Menschenrechtsverletzungen kommen.

    Weitere Informationen: http://www.klimaschutz-ist-menschenrecht.de, http://www.fian.de
    Kontakt: Anton Pieper, Klima-Referent FIAN Deutschland +49-(0)176-96822859, a.pieper(at)fian.de
    Kontakt Hermann Josef Hack: mobil 0163 454 1641, http://www.hermann-josef-hack.de

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