Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität zu Köln solidarisiert sich mit dem Streik der Lehrbeauftragenten der Musikhochschulen NRWs. Auch an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) wird es an diesem Donnerstag, den 5. Mai, einen Warnstreik geben.  An der Universität zu Köln werden die Arbeitsverhältnisse des Lehrpersonals ebenfalls immer prekärer.

Dazu Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender: „Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl befristeter Arbeitsverträge an den Hochschulen in Deutschland fast verdoppelt. Von acht Personen, die an den Hochschulen angestellt sind, haben sieben befristete Verträge. Ausgenommen von dieser Problematik ist nur die Professorenschaft, die allerdings auch nur sieben Prozent des Hochschulpersonals ausmacht. In keinem anderen europäischen Land sind die Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen so prekär.“

Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende, führt aus: „Diese Situation ist nicht nur für die betroffenen Lehrpersonen problematisch. Sie führt auch dazu, dass kritische Wissenschaft und qualitativ hochwertige Lehre untergraben werden. Wenn die Lehrenden vereinzelt und verängstigt sind, können sie ihren Aufgaben nicht gut nachkommen. Das ist eine wissenschaftsfeindliche Politik, die in letzter Konsequenz allen Hochschulmitgliedern schadet, auch den Studierenden.“

Auch Alex Suchomsky, Sozialreferent des AStAs, begrüßt den Streik an der HfMT: „Streiks sind ein gutes Mittel, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Problematik zu lenken. Auch Lehrbeauftragte sollten Anspruch auf Honorarfortzahlung im Krankheitsfall, auf Versicherungs- und Mutterschutz haben. Darüber hinaus ist die Zunahme von befristeten Arbeitsverhältnissen prinzipiell abzulehnen. Wir unterstützen die Lehrbeauftragten bei ihrem Streik!“