AStA der Uni Köln fordert mehr Studienplätze in NRW und bundesweit

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters wird immer deutlicher, dass die bundesdeutschen Hochschulen dem gewaltigen Ansturm von Studienbewerbern nicht gewachsen sind. Doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht verstärken den allgemeinen Trend zu mehr Interesse am Hochschulstudium. Auch in Köln ist die Zahl der Bewerber erheblich gestiegen.

Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender, sagt dazu: „Die Zahl derjenigen, die leer ausgehen, ist enorm. Die zusätzlichen Plätze, die bisher geschaffen wurden, reichen vorne und hinten nicht, weder an der Uni Köln noch anderswo. Trotz eines Rekordhochs an Studienanfängern zeigt der internationale Vergleich eindeutig, dass sowohl die Bildungsausgaben als auch die Zahl der Studierenden in Deutschland weiterhin zu gering sind. Es muss endlich ausreichend in die Hochschulen investiert werden, damit alle studienwilligen Menschen auch studieren können!“

Der AStA begrüßt am 10. Oktober die neuen Erstsemester mit einer bunten Aktion vor dem Uni-Hauptgebäude. Mittels einer Bodenzeitung möchte der AStA gleich am ersten Tag Kontakt zu den neuen Kommilitonen knüpfen und sich als Ansprechpartner und politische Interessenvertretung vorstellen. Dazu werden gratis Informationstüten verteilt, welche mit zahlreichen wertvollen Informationen und leckeren oder nützlichen Kleinigkeiten bestückt sind.

Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende, erläutert: „Die wieder verwendbaren Tüten tragen den Schriftzug: „Denken heißt Überschreiten!“ Wir wollen mit diesem Zitat von Ernst Bloch klarstellen, dass Studieren auch heißt, sich zu trauen, aus wohlbekannten Denkmustern auszubrechen und angebliche Sachzwänge oder gesellschaftliche Zustände in Frage zu stellen. Gerade für den anstehenden Bildungsstreik am 17.11. brauchen wir nämlich aufmüpfige Mitstreiter.“

Alex Suchomsky, Sozialreferent des AStA, ergänzt: „Auch die neuen Erstis sind bei uns im AStA herzlich willkommen. Besonders diejenigen, für die das Studium aus finanziellen oder persönlichen Gründen besonders stressig ist, möchten wir unterstützen. Gemeinsam können wir hoffentlich durch unsere Proteste erreichen, dass studieren uns allen wieder mehr Freude machen kann.“