Donnerstag 17. November 2011 // 17:45 Uhr // Hörsaal G (Hörsaalgebäude)

Gender-Diversity-Kompetenz – Handlungskompetenz in Studium, Lehre, Forschung und Beruf Im Vortrag stellt die Referentin die Strategie des Integrativen Genderings in Verbindung mit Diversity-Ansätzen vor, der an der Leuphana Universität Lüneburg vielfach verankert ist und zu dem sie in anderen Hochschulen Beratungsprojekte zur Integration in die Lehre durchführt. Ziel des Vortrages ist die Gender-Diversity-Kompetenz aller Hochschulangehörigen und Akteursgruppen. Sie ist eine Schlüsselkompetenz, die als Handlungskompetenz im Mittelpunkt von Fachkompetenz, Methodenkompetenz, sozialer, interkultureller und kommunikativer Kompetenz steht. Gender bezieht sich auf die Geschlechterverhältnisse in allen Bereichen einer Hochschule, Diversity meint die menschliche Vielfalt von AkteurInnen, die als „human potentials“ einer Hochschule zur Verfügung stehen.  Integratives Gendering und Diversifizierung in Lehre und Forschung bedeutet die Berücksichtigung von Gender-Diversityaspekten im alltäglichen Prozess der Lehre und Forschung, deren Planung und Durchführung.  Die Sprach- und Schreibweise Gender-Diversity soll anzeigen, dass Gender immer als Querkategorie aller Diversity-Kategorien (Gender, Kultur, Ethnie Alter, Generation, Sex, Identitäten, Lebensformen, Behinderungen, Sprachen, Ausbildung…) zu verstehen ist.

Eine Veranstaltung mit Dr. phil. Bettina Jansen-Schulz (Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin, Referentin für Gender-Diversity an der Universität Lüneburg)

Dr. Bettina Jansen-Schulz ist promovierte Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin. Sie hat in verschiedenen Projekten für Ministerien und Universitäten zu den Themen Gender im Bildungswesen, in der Hochschule und in der Technik gearbeitet. Von 2004 bis September 2011 arbeitete sie an der Leuphana Universität Lüneburg als wissenschaftliche Referentin für Gender-Diversity und Hochschuldidaktik. Dort entwickelte sie den bundesweit beachteten Ansatz des Integrativen Genderings in Lehre Forschung und Hochschulstrukturen, der seit 2007 um Diversitykategorien erweitert wurde.