In der Ratssitzung am 14.02.2012 wurde offensichtlich beschlossen, dass die Stadt das Gelände kaufen wird, auf dem sich das Autonome Zentrum befindet.
Vor dem Verkauf soll aber der Mietvertrag mit dem Autonomen Zentrum gekündigt werden.

Damit wird erneut von Versprechen abgewichen. Aus einer Herzensangelegenheit (Oberbürgermeister Jürgen Roters im Wahlkampf) wurde ein Nutzungsvertrag, der von der Stadt übernommen werden sollte. Nun wird mit dem Abriss gedroht.

„Als Mitglied im Förderverein des Autonomen Zentrums fordert der AStA der Uni Köln die Entscheidungsträger auf, alle erdenklichen Schritte zu gehen, die erforderlich sind, um das Autonome Zentrum zu erhalten“ befindet Philipp Schubert, 2. AStA Vorsitzender.

„Das Autonome Zentrum bietet mit einer Vielzahl an unkommerziellen Angeboten, Vorträgen, Workshops, Konzerten für viele Einwohnerinnen und Einwohner erst die Möglichkeit kulturell aktiv zu sein. Gerade für Studierende, die wie ja bekannt ist einen eher kleinen Geldbeutel haben, hat sich das AZ zu einem unverzichtbaren Teil der Kulturlandschaft entwickelt.“ erklärt Luisa Schwab, 1. AStA Vorsitzende.

„Häufig wird darauf hingewiesen, dass das AZ Geld kostet. Tatsächlich werden alle anfallenden Kosten von den Nutzerinnen und Nutzern selber getragen. Ein Abriss des AZ würde wesentlich höhere Kosten verursachen.“ merkt Jessica Kellershofen, Referentin des Politikreferats, an.

Das Zustandekommen der Entscheidung im Rat erscheint dem AStA undemokratisch.

„Im Vorfeld der Sitzung wurden interessierte nicht in eine Öffentliche Sitzung gelassen. Mit fadenscheinigen Begründungen wurde ihnen der Zutritt verweigert. Als Gipfel folgten sogar gewaltsame Angriffe der Polizei. Mit der Duldung dieser Vorkommnisse machen sich die Ratsmitglieder lächerlich und zeigen, welchen demokratischen Anspruch sie haben“, schließt Jonas Thiele, Projektleiter im Vorstand, ab.