Die Initiative der rot-grünen Landtagsfraktionen zum sozialverträglicheren Verkauf von kommunalen Grundstücken und Gebäuden lässt wohnungssuchende Studierende hoffen – und setzt die Kölner Kommunalpolitik unter Druck.

Dem Vorschlag nach soll das bisherige Höchstpreisgebot beim Verkauf von kommunalen Besitzungen zugunsten der Schaffung sozialgeförderten Wohnraums gelockert werden. „Angesichts der akuten Wohnungsnot in Köln, halten wir diesen Schritt für längst überfällig“, kommentiert Laura Lemmer, 2. AStA-Vorsitzende.

Die Kölner Kommunalpolitik sowie die Landesregierung haben es lange Zeit versäumt, das Kölner Studentenwerk (KStW) beim Erwerb von bezahlbarem Wohnraum für Studierende in Uni-Nähe zu unterstützen. „Falls es tatsächlich zur Umsetzung der rot-grünen Vorschläge kommen sollte, sehen wir die Stadt Köln in der Pflicht, schnell und gewissenhaft den dringend erforderlichen Ausbau des studentischen Wohnraums voranzutreiben. Wir nehmen Herrn Oberbürgermeister Roters beim Wort, dass es dringend langfristiger Lösungen bedarf“, erklärt Alexander Suchomsky, Sozialreferent im AStA der Uni Köln.

Bisherige Vorschläge aus der Kommunalpolitik waren oft unausgegoren und setzten ausschließlich auf kurzfristige Lösungen. Mit Unverständnis reagiert der AStA daher auf die harsche Kritik aus der Kommunalpolitik am KStW: „Es gab einige Angebote der GAG an das KStW. Nach unserem Kenntnisstand befanden sich darunter Immobilien, deren Sanierung mit hohem finanziellen Aufwand verbunden ist und in keinem Verhältnis zu ihrer kurzfristigen Nutzbarkeit steht. Kürzlich getätigte Aussagen des GAG-Sprechers Jörg Fleischer verstärken diesen Eindruck“, so Patrick Schnepper, Politikreferent im AStA.

Der AStA der Uni Köln setzt sich seit zwei Jahren intensiv für die Schaffung von bezahlbarem studentischem Wohnraum in Uni-Nähe ein.