Köln, den 30.09.2015 – Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität zu Köln kritisiert das Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium gab gestern bekannt, dass die Auslauffristen für die Studierenden nach Lehramtsprüfungsordnung (LPO) 2003 um ein Jahr verlängert werden. Der AStA hält dies für deutlich zu knapp bemessen und fordert eine bessere Lösung.

„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass die Landesregierung den mehr als zehntausend Studierenden nur ein Jahr mehr Zeit gibt, um den Abschluss zu schaffen. Diese Maßnahme spricht dafür, dass das Problem nach wie vor völlig unterschätzt wird. Die vielen Gespräche, die wir geführt haben, fühlen sich nun wirkungslos an“ sagte der 1.AStA-Vorsitzende Jakob Köhne. „Selten gab es so große Einigkeit darüber, dass die Fristen ein grundsätzliches Problem für Hochschulen und Studierende sind. Die Landesregierung hat nun bewiesen, dass Sachzwänge für sie wichtiger sind, als kritische Bildung zu ermöglichen. Die Abschaffung der Frist wäre der richtige Schritt gewesen.“ so Köhne.

„Natürlich stellt dies eine Verbesserung der Situation dar. Das bestreitet niemand. Allerdings ist sowohl die Dauer der Verlängerung, als auch eine Verlängerung an sich schwer zu ertragen“ fügte der 2.AStA-Vorsitzende Benedikt Ruppert hinzu. „Ein Jahr Verlängerung löst die Probleme in Köln garantiert nicht. Dazu gibt es zu viele Betroffene und zu viele Einzelschicksale, die auch über Härtefallregelungen nur unzureichend abgebildet werden können“ so Ruppert weiter. „Landesweit sind enorm viele Studierende engagiert, um für Verbesserungen einzutreten. Der Versuch, die Proteste mit einem Jahr Verlängerung zu ersticken, wird völlig zurecht scheitern.“