Studierende der Uni Köln ohne Seminarplätze
Wegen nun umgesetzter Brandschutzvorgaben ist Situation noch schlimmer als in den letzten Semestern

Köln, 19.04.2016: Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) ist schockiert über die zu geringe Anzahl an Seminarplätzen für Studierende in diesem Semester. In der vergangenen ersten Vorlesungswoche erreichten den AStA mehrere Mails von Studierenden. Sie äußerten alle, dass sie keinen Platz in dringend benötigten Seminaren erhalten haben.

Die zu geringe Anzahl an Seminarplätzen ist seit Jahren ein Problem. Bisher konnten die Studierenden durch Betteln bei den Lehrenden noch nachträglich zu Seminaren zugelassen werden. Selbst das geht nun aber mit Verweis auf die Brandschutzvorschriften nicht mehr. Hierzu Katharina Letzelter, 1.AStA-Vorsitzende: „Schon die bisherige Praxis, dass es zu wenig Plätze für die große Zahl an Studierenden gab, ist skandalös. Jetzt können Studierende nicht einmal mehr auf die Toleranz der Lehrenden hoffen. Zudem klingt es stark danach, dass die Brandschutzvorschriften bislang häufig nicht eingehalten wurden.“

Nach einem Aufruf bei Facebook meldeten sich viele Studierende beim AStA mit ähnlichen Problemen. Vereinzelt gab es Meldungen, dass Studierende zwar einen Seminarplatz bekommen haben, aber entweder kein Raum für die Durchführung des Seminars vorhanden oder der zugewiesene Raum zu klein sei. Hierzu Florian Pranghe, Politikreferent und selbst Betroffener: „Es ist einfach unglaublich. Viele bekommen schon vom Campusmanagement-System keinen Seminarplatz zugewiesen. Und jetzt können selbst die eigentlich Glücklichen nicht einmal mehr sicher sein, dass sie den Platz auch wahrnehmen können. Für die Studierenden wird das Studium immer weniger planbar. Zudem steigt die Gefahr von Studienzeitverlängerungen erheblich!“

Der AStA hofft auf ein schnelles Einlenken der Uni um zumindest kurzfristig eine Lösung für die Misere zu finden. Dafür steht der AStA mit dem Prorektorat für Studium und Lehre in Kontakt. „Kurzfristig muss die Uni eine Lösung finden um sicherzustellen, dass die Studierenden in diesem Semester normal studieren können. Für die kommenden Semester muss aber eine Lösung her die von vornherein das Problem erst gar nicht aufkommen lässt. Leider wurde dieses Problem jahrelang nur unzureichend angegangen. Um Lösungen zu finden wird der AStA die Thematik am Mittwoch, dem 20.04.2016, im Senat einbringen um einen breiten Konsens für eine Lösung zu finden.“ sagte Katharina Letzelter abschließend.