Wir freuen uns gemeinsam mit der Universität zu Köln über deren 100 jähriges Jubiläum der neuen Universität.
Die Universität zu Köln hat in den letzten hundert Jahren viele gute Entwicklungen gezeigt, beispielsweise die erste Immatrikulation von Frauen 1919, jedoch auch dunkle Zeiten, wie den Nationalsozialismus. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die historische Aufarbeitung der Universitätsgeschichte im Rahmen des Jubiläums außerordentlich. Hier ist insbesondere die Rolle der Universität im Nationalsozialismus ein Kapitel, dass ordentlich aufgearbeitet werden musste.
Insbesondere die im Zuge des Jubiläums gesteigerte gesellschaftliche Sichtbarkeit der Universität als Wissensschaftsstandort begrüßen wir. In Zeiten von lautstarker Ablehnung von Fakten und Diskursvielfalt in Teilen der Gesellschaft ist es umso wichtiger, dass die Universität zu Köln engagiert für eine Sichtbarkeit und ein Ernstnehmen der Wissenschaft eintritt. Dennoch bleibt zeitgleich ein fader Beigeschmack:
Denn dieses Jubiläum gäbe es nicht ohne Institute, ohne Lehrpersonal und Verwaltung, welche sich pünktlich zum Jubiläum in teilweise prekären Situationen befinden und vor allem nicht ohne Studierende, die sich auf Grund guter Lehre und mannigfaltiger Institute für die Universität zu Köln entschieden haben.
Stellenabbau und die Schließung von Studiengängen wären ein miserabler Start in die nächsten 100 Jahre.