Fachschaftenkonferenzen sind Treffen zwischen Vertreter*innen der einzelnen Fachschaften. Dabei geht es um die Vernetzung zwischen den Fachschaften und damit den zahlreichen Studiengängen an der Universität zu Köln. Sie bieten die Möglichkeit, Probleme der einzelnen Fachschaften im Plenum zu besprechen und aus den Erfahrungen anderer Fachschaften zu lernen. Außerdem können uniweite Themen besprochen werden, für die eine Kooperation zwischen allen Studierenden sinnvoll ist.

Die Einladungen für die Konferenzen erhaltet ihr per E-Mail über den Fachschaftenverteiler des AStA. Falls eure Fachschaft dort noch nicht draufsteht, schreibt uns einfach eine Mail an fsr@asta.uni-koeln.de.

Die sehr beliebten langen Lernnächte finden einmal im Semester zu Beginn der Klausurphase statt. Sie ist eine fünftägige Veranstaltung, die bis tief in die Nacht verlängerte Öffnungszeiten der Universitäts- und Stadtbibliothek beinhaltet. Dabei gibt es eine reichhaltige Betreuung der Studierenden, unter anderem durch den Hochschulsport und durch die Kompetenz- und Schreibberatung der Philosophischen Fakultät, die alle Studierenden beim Schreiben von Hausarbeiten unterstützt.  Erstmalig werden auch die Fachschaften und studiengangspezifische Hochschulgruppen mit einbezogen und bekommen die Möglichkeit, studiengangspezifische Veranstaltungen (z.B. Klausurentrainings) durchzuführen. Des Weiteren kann man sich durch uns mit guter Laune, Snacks und Getränken die ganze Nacht zu studifreundlichen Preisen versorgen lassen.

Dank der thematischen Nähe des Fachschaftenreferates zur Lehre fällt dieses Jahr ebenfalls der Themenkomplex ‚kritische Wissenschaft‘ in unser Aufgabengebiet. In unseren Augen entwickelt sich die Universität immer mehr in eine unternehmerische Hochschule, bei der die kritische Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten auf der Strecke bleibt. Wir wollen uns somit auf die Förderung von gesellschaftskritischen und emanzipatorischen Inhalten in der universitären Forschung und Lehre konzentrieren.

Beispiele für Veränderungen im universitären Alltag, die das neoliberale Konzept der unternehmerischen Hochschule mit sich bringt, sind der überwiegende Fokus auf quantitative Forschungsmethoden in den einzelnen Fachbereichen und die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen im akademischen Bereich (inkl. Publikationsdruck), deren Ziel die effiziente wirtschaftliche Verwertbarkeit von wissenschaftlicher Forschung und Lehre beinhaltet, denn nichts „hat innerhalb der verdinglichten Gesellschaft eine Chance, zu überleben, was nicht seinerseits verdinglicht wäre“ (Adorno et al.: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, 1978, S.13).

Wenn ‚kritische Wissenschaft‘ als Bezugsrahmen einer Kritik der gegenwärtigen universitären Forschungspraxis eingefordert wird, provoziert das sogleich die naheliegende Frage, worin denn das Spezifikum einer ‚kritischen‘ Wissenschaft bestünde, da eine Wissenschaftspraxis ohne ‚Kritik‘ doch gar nicht denkbar sei. An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass ein konzeptueller Unterschied besteht zwischen dem Kritikbegriff der traditionellen („positivistischen“) Wissenschaftsauffassung und dem Kritikverständnis einer explizit kritischen Wissenschaft. Letztere fragt sowohl nach der gesellschaftlichen Funktion wissenschaftlicher Forschung als auch nach dem Ausmaß, in dem sich Forschungsstrategien und Forschungsbefunde gesellschaftlichen Bedingungen verdanken, die in wissenschaftlichen Publikationen aber zumeist nicht thematisiert oder gar hinterfragt werden. Während der Kritikbegriff im Alltagsverständnis zunehmend unspezifischer wurde und zudem in seinem Anspruch depotenziert worden ist, sodass eine ‚kritische Haltung‘ zumeist keinen herrschaftskritischen Akt, sondern vielmehr einen in der allgemeinen Konkurrenz gewinnbringenden Vermerk im individuellen Leistungsportfolio darstellt, basiert Kritische Wissenschaft auf einem Kritikverständnis, welches sich nicht bloß auf die Optimierung von Vorgängen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens beschränkt, sondern auch diesen Rahmen selbst hinterfragt und zum Gegenstand der Kritik werden lässt.

Kritische Wissenschaft als Reflexionsprojekt zielt dabei sowohl auf die Subjektebene als auch auf die Objektebene, d.h. sie reflektiert die Positionierung des wissenschaftlichen Erkenntnissubjekts innerhalb gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse und fragt nach den erkenntnislogischen Konsequenzen für die Objektbereiche der jeweiligen Wissenschaften, welche mit dieser historisch-spezifischen Positionierung innerhalb des gesellschaftlichen Reproduktionszusammenhangs einhergehen. Kritische Wissenschaft fragt auch danach, wie neutral vermeintlich „neutrale“ wissenschaftliche Begriffe und Verständnismodelle eigentlich sind und welche gesellschaftspolitischen Prozesse und Voraussetzungen deren Verwendung motiviert. Denn: „Wo es nicht beim Feststellen und Ordnen in möglichst neutralen, das heißt für die Lebenspraxis in den gegebenen Formen unerläßlichen Kategorien bleibt, regt sich sogleich ein Widerstand. Bei der überwiegenden Mehrheit der Beherrschten steht die unbewußte Furcht im Weg, theoretisches Denken könnte die mühsam vollzogene Anpassung an die Realität als verkehrt und überflüssig erscheinen lassen“ (Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie, 1992, S.249). Zugleich gilt: „Die technologische Rationalität offenbart ihren politischen Charakter, indem sie zum großen Vehikel besserer Herrschaft wird“ (Marcuse: Der eindimensionale Mensch, 1967, S.38). Kritische Wissenschaft umfasst also auch immer eine Kritik der instrumentellen Vernunft. Die wissenschaftliche Erkenntnisproduktion sieht sich mithin der Gefahr ausgeliefert, zunehmend irrelevante Befunde hervorzubringen, wenn wissenschaftliche Disziplinen bloß „dem Primat der Methode gehorchen und nicht dem des Gegenstands; sei es, daß sie Methoden um ihrer selbst willen weiterentwickeln wollen, sei es, daß sie die Gegenstände von vornherein so auswählen, daß sie mit bereits verfügbaren Methoden behandelt werden können“ (Adorno et al.: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, 1978, S. 130). Zudem stellt sich insbesondere im sozialwissenschaftlichen und medizinischen Bereich die Frage, welche Vorstellungen von „Geschlecht“, „Sexualität“, „Normalität“, „Funktionalität“, „Begehren“, „Liebesbeziehungen“, „Identität“, „Kultur“ und generell von Formen der Lebensführung wissenschaftlichen Theorien (implizit oder explizit) zugrundeliegen und inwiefern solche Vorstellungen bloß unkritisch reproduziert oder bewusst hinterfragt und problematisiert werden. Diese Frage stellt sich auch in Hinblick auf den Naturbegriff, denn „Zivilisation ist der Sieg der Gesellschaft über Natur, der alles in bloße Natur verwandelt“ (Horkheimer & Adorno: Dialektik der Aufklärung, S.195). Eine kritische Grundhaltung wäre jedoch inkonsequent, wenn sie nicht auch eine selbstreflexive Dimension umfassen würde. Daher stellt sich in diesem Kontext auch die Frage, wie sich ‚Kritik‘ überhaupt normativ begründen lässt und inwiefern solche normativen Setzungen universalisierbar sind.  

Auf dieser Seite können alle Fachschaften der Uni Köln Veranstaltungen posten, zu denen die Studierenden aller Fakultäten eingeladen sind. Ihr wollt als Fachschaft ein Event bewerben? Dann schreibt einfach eine Mail an das Fachschaftenreferat!

 

Anstehende Veranstaltungen:

Derzeit keine anstehenden Veranstaltungen.