Category: festival contre le racisme

Pressemitteilung: AStA Uni Köln beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am festival contre le racisme

Mo, 23. Mai 2016
AStA Uni Köln beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am festival contre le racisme
Unter diesem Motto veranstaltet der AStA zwei Wochen lang Veranstaltungen, Workshops und ein Konzert gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf dem CampusKöln, 23.05.2016: Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an dem bundesweiten festival contre le racisme. Das festival wurde 1995 durch den französischen studentischen Dachverband UNEF initiiert und wird auch seit 2003 in der Bundesrepublik veranstaltet. Hierzu werden Studierendenschaften in der Bundesrepublik durch den freien zusammenschluss von student*innenschaften und den Bundesverband Ausländischer Studierender zentral aufgerufen sich zu beteiligen.Seit vielen Jahren beteiligt sich auch der AStA der Uni Köln am festival contre le racisme. Hierzu Katharina Letzelter, erste AStA-Vorsitzende: „In Zeiten in denen Fremdenfeindlichkeit zunehmend wieder gesellschaftsfähig wird und rechtes Gedankengut in der Gesellschaft wieder um sich greift ist es umso wichtiger, dass wir uns als Studierendenschaft gegen Rassismus und Diskriminierung positionieren.“In den zwei Wochen in denen das festival contre le racisme läuft veranstaltet der AStA insgesamt zwölf Veranstaltungen, von Vorträgen über Workshops hin zum großen Konzert nächste Woche Mittwoch auf dem Albertus-Magnus-Platz. „Erfahrungsgemäß ist das Konzert die am besten besuchte Veranstaltung. Aber auch die anderen Workshops, Vorträge und die Fotoausstellung zu #Ausnahmlos #contrageben lohnen sich und wir freuen uns über jede Person die an den Veranstaltungen teilnimmt!“ ergänzt Roxana Smalberger, zweite AStA-Vorsitzende.

Am Mittwoch den 1. Juli findet als Highlight auf dem Albertus-Magnus-Platz, direkt vor dem Philosophikum gegenüber dem Hauptgebäude der Universität, ein großer Konzert gegen Rassismus und Diskriminierung statt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit David Neroy, Pulsar Tales, Lingby und Mono & Nikitaman Künstler*innen gefunden haben die sich zusammen mit uns gegen Fremdenhass und Xenophobie stellen. Wir freuen uns jetzt schon auf dieses Highlight und hoffen viele Studierende und weitere Gäste dazu zu bewegen sich auf dem Konzert für eine offene und tolerante Gesellschaft einzusetzen!“ ergänzt Katharina Letzelter abschließend.

Rassismus und kritisches weiß-Sein

So, 26. Mai 2013

Dienstag 11. Juni 2013 // 19:30 Uhr // Hörsaal G (Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz)

Vortrag mit Stephan Mertens

Schulbücher „definieren nicht nur ‚legitimes Wissen’ und wünschenswerte Kompetenzen, sondern vermitteln auch staatlich bzw. gesellschaftlich präferierte Identitätsangebote,“ heißt es ganz richtig auf der Website des Georg-Eckert-Institutes., dem führenden Institut für Schulbuchforschung in Deutschland . Welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher beim Thema Nahostkonflikt und bei der Darstellung des Staates Israel. Schulbuchverlage mit ihren Büchern, Schulen, die diese verwenden und Kultusminister, die diese zu verantworten haben, tragen eine erhebliche Verantwortung für das Wissen und die Einstellungen junger Menschen. Aktuelle Untersuchungen berichten von erheblichen und wachsenden Vorurteilen und Ressentiments gegenüber Israel in der jungen deutschen Generation. Das Wort „Jude“ ist auf deutschen Schulhöfen zu einem verbreiteten Schimpfwort geworden. Nicht nur bei Schülern mit arabischem Migrationshintergrund gelten Juden als dreckig, betrügerisch und geldgierig und Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden. Es besteht die Gefahr, dass sich diese Vorurteile in eine Verteufelung des Staates Israel, eine generelle Ablehnung von Juden und in einen gefährlichen Antisemitismus ausweiten.  Um dem Antisemitismus und Antiisraelismus in den Communities der Jugendlichen entgegenzutreten, dürfen Lehrer nicht zurückschrecken, konfliktreiche Inhalte wie die Geschichte und Gegenwart des Nahostkonfliktes im Unterricht zu behandeln. Können sie dabei auf fundierte, ausgewogene und hilfreiche Schulbücher zurückgreifen oder sind diese selbst ein Spiegelbild und ein Verstärker der antiisraelischen Ressentiments dieser Gesellschaft? Dieser Frage soll bei der Veranstaltung im Rahmen einer Schulbuchanalyse nachgegangen werden. Rassismus ist ein alltägliches Phänomen in dieser Gesellschaft. Alle Menschen sind darin auf unterschiedliche Weise involviert. Die einen machen Rassismuserfahrungen, während andere durch Rassismus Privilegien erhalten und ihn zuweilen durch ihr Denken und Tun reproduzieren. Rassismus kann dabei in sehr unterschiedlichen Formen auftreten.

Wo liegen die Wurzeln rassistischer Muster und Strukturen? Was bewegt dazu aus einer weiß-privilegierten Position gegen Rassismus zu sein?

In dem Vortrag geht es um die Entdeckung und die Bestärkung einer eigener rassismuskritischen Haltung, um Rassismus begegnen zu können. Dabei wird die Perspektive der kritischen Auseinandersetzung mit weiß-Sein (Critical Whiteness) fokussiert. Zu dem wird die Frage aufgeworfen, wo Ähnlichkeiten zwischen Rassismus und Heteronormativität bestehen.

Zum Referenten: Stephan Mertens, Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld. Pädagogischer Mitarbeiter in der Akademie Waldschlösschen, Reinhausen bei Göttingen.

Das Kurzprogramm des AStA der Uni Köln:

So, 26. Mai 2013

Montag 03. Juni 2013 um 19:30 Uhr:
Straßenkämpfer und Vollzeit-Mütter? Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) in der Neonaziszene
Vortrag vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland Hörsaal XII
(Hauptgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz)

Dienstag 04. Juni 2013 um 20 Uhr:
„Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“

Lesung von und mit Karl Pfeifer (Österreich, Journalist)
Studiobühne Köln, Universitätsstr. 16a, 50937 Köln

Donnerstag 06. Juni 2013 um 19:30 Uhr:
„Völkisches Krisenmanagement Ungarn“
Vortrag von Karl Pfeifer (Österreich, Journalist)
Studiobühne Köln, Universitätsstr. 16a, 50937 Köln

Montag 10. Juni 2013 um 19:30 Uhr:
„FILM MUSS LEIDER AUSFALLEN“

Dienstag 11. Juni 2013 um 19:30 Uhr:
„Rassismus und kritschisches weiß-Sein“
Vortrag von Stephan Mertens (Akademie Waldschlösschen)
Hörsaal G (Hörsaalgebäude der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz)

Mittwoch 12. Juni 2013 ab 18 Uhr:
Open-Air-Konzert mit “Blackmail”, “Pickers“ sowie „Cosmic Paula“, „The Frough“ und „Any Colour you like“ Auf dem Campus der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln (Gronewaldstr. 2)

Donnerstag 13. Juni 2013 um 19:30 Uhr:
„Pädagogik des Ressentiments. Israel in deutschen Schulbüchern“
Vortrag von Klaus Thörner (Universität Oldenburg)
Hörsaal G (Hörsaalgebäude Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz)

Montag 03. Juni 2013 bis Donnerstag 13. Juni 2013:
„Doktorgrad entzogen“
Ausstellung über Entzogene Doktortitel durch das NS-Regime jeweils im Hörsaalgebäude, Philosophikum, Hauptgebäude, WiSo-Gebäude, HumF-Hauptgebäude der Universität zu Köln.

Aufruf zum "festival contre le racisme 2013"

So, 26. Mai 2013

Rassismus ist noch immer gesellschaftsfähig

Seit 1933 – 80 Jahre Nationalsozialismus ohne Nazis Vor 80 Jahren wurde Adolf Hitler als Reichskanzler vereidigt. Rassismus, gnadenlose Biopolitik und Krieg wurden von einer breiten Bevölkerungsmehrheit begrüßt und bejubelt. Im Jahr 2013 präsentiert z.B. das ZDF mit „Unsere Väter, unsere Mütter“ eine Erzählung der NS-Zeit, in der gerade die Begeisterung junger Menschen für Rassismus und Gewalt ausgeblendet wird. Nazis, das waren immer die anderen – finstere Gesellen, die einen eigentlich demokratischen Staat gekapert und ihre eigentlich anständigen Mitbürger*innen in den Krieg gestürzt haben. Diese Haltung mag die Vergangenheit erträglicher machen, doch sie verschleiert die unbequeme Wahrheit: Rassismus und Menschenverachtung waren und sind immer noch populär.

Seit 1993 – 20 Jahre ohne echtes Recht auf Asyl So etwa in den ersten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung: Exzessivem Nationalismus und Kampagnen gegen „Überfremdung“ und „Asylbetrug“ aus Politik und Medien folgten zahllose Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und Wohnhäuser von ehemaligen Gastarbeitern. Tote und Verletzte waren die Folge. Erst nachdem mit der Streichung des Grundrechts auf Asyl aus dem Grundgesetz dem rassistischen Zorn stattgegeben wurde, wendeten sich der Staat und die Zivilgesellschaft gegen die eskalierende Gewalt. Im sogenannten „Asylkompromiß“ wurde dem einfachen Satz „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ noch 271 einschränkende Worte hinzugefügt. Nach dem Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung hat Deutschland dicht gemacht. Die Argumente dafür waren nicht mehr offen rassistisch; stattdessen wurde nun ein ökonomisches Vokabular gebraucht. Aus politisch Verfolgten wurden „Wirtschaftsflüchtlinge“. Sie dürfen sich zwar um Asyl „bewerben“, aber sich nicht mehr auf ein selbstverständliches Grundrecht berufen. Die Folgen der Aufkündigung des Menschenrechts auf Asyl sind staatlich durchgesetzte „Maßnahmen“: Residenzpflicht, Abschiebung mit vorheriger Abschiebehaft, Isolationslager. Die Suche nach einem sicheren Leben wird als Verbrechen umgedeutet. Politisch Verfolgte dürfen keine Arbeit annehmen, erhalten Versorgung meist nur in Form von Sachmitteln und werden in gefängnisartigen Verhältnissen untergebracht. Sie werden systematisch vom Rest der Bevölkerung abgeschirmt mithilfe einer Bürokratie, die vor allem damit beschäftigt ist, ihnen nachzuweisen, dass sie nicht genug verfolgt wurden, um ein Recht auf Zuflucht geltend machen zu können. Der Erfolg dieser Bürokratie bzw. der in der BRD für Flüchtliche zuständigen Institutionen wird nicht an der Anzahl geretteter Menschen, sondern an der Anzahl der erfolgreichen Abschiebungen gemessen.

2013 – erstarkende Flüchtlingsproteste Seit 2012 gibt es zunehmend Berichte über Flüchtlinge, die sich nicht mehr in die Rolle der internierten Almosenempfänger*innen drängen lassen. Doch ihre Stimmen dringen nur mühsam durch. Protestcamps in Berlin und Wien wurden von der Polizei brutal geräumt. Während Tausende Menschen in Berlin für ein Recht auf Bewegungsfreiheit eintreten, fordert der Innenminister „Maßnahmen gegen Asylmissbrauch“. Und am selben Tag, an dem die Bundesregierung ein Mahnmal für die im NS ermordeten Roma einweiht, warnt ihr Innenminister vor „Armutszuwanderung“ aus Osteuropa und empfiehlt die Einführung neuer Sondergesetze. Gemeint sind die in ihren Herkunftsländern von massiver Verfolgung und Ausgrenzung betroffenen Roma der Gegenwart. Auch nach 20 Jahren singt die Politik das immer gleiche populistische Lied.

"Doktorgrad entzogen"

So, 26. Mai 2013

Die Ausstellung über entzogene Doktorgrade während der zeit des Nationalsozialismus an der Uni Köln und die weiteren entwicklungen hängen vom 27. Mai – 13. Juni 2013 im Hauptgebäude, Hörsaalgebäude, Philosophikum, WiSo-Schlauch sowie HumF-Hauptgebäude.

Straßenkämpfer und Vollzeit-Mütter? Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) in der Neonaziszene

So, 26. Mai 2013

Montag 03. Juni 2013 // 19:30 Uhr // Hörsaal XII (Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz)

Vortrag vom Antirassistisches Bildungsforum Rheinland

Männliche Neonazis treten als Straßenkämpfer auf, halten Reden, übernehmen Ämter und begehen Gewalttaten, weibliche Neonazis sind für Kindererziehung und Familie zuständig, backen Kuchen, dürfen auch mal von Plakaten lächeln, halten sich ansonsten aber im Hintergrund und haben erst recht nichts zu sagen: Derartige Bilder über Frauen und Männer in der Neonazi-Szene sind weit verbreitet.

Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die Szene, wird schnell klar, dass die „Aufgabenverteilung“ längst nicht (mehr) so eindeutig ist. Frauen- wie auch Männerbilder haben sich ausdifferenziert, wenn auch biologistische Zuschreibungen weiterhin bestimmend sind.

Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Rollenbilder und das Verständnis von „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“, Veränderungsprozesse werden aufgezeigt und daraus entstehende Konfliktlinien beschrieben. Wie gehen Männer in der Neonazi-Szene mit selbstbewusst agierenden Frauen um? Wie vereinbaren Frauen öffentliches politisches Engagement mit den Ansprüchen, die an sie als „Erhalterinnen des Volkes“ gestellt werden? Und wie wirken sich gesamtgesellschaftliche Veränderungen im Geschlechterverhältnis auf die Szene aus? Wie werden entsprechende Debatten und Praxen rezipiert?
Diese und andere Fragen werden von der Referentin aufgegriffen und bieten Ansätze für weitere Diskussionen im Anschluss an den Vortrag.

„Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“

So, 26. Mai 2013

Dienstag 04. Juni 2013 // 20:00 Uhr // in der StudioBühne Köln (Universitätsstr. 16a, 50937 Köln)

Lesung von und Diskussion mit Karl Pfeifer (Österreich, Journalist)

Karl Pfeifer, ein heute 84-jähriger jüdischer Journalist, überlebte den Holocaust durch eine Flucht nach Palästina. In seinem Buch „Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“ berichtet Pfeifer über seine Kindheit in Österreich, seine Flucht vor den Nazis als Jugendlicher durch Europa und über das Leben im sich gründenden Israel. 1928 in Baden bei Wien geboren, war er bereits in Kindheitstagen dem Antisemitismus ausgesetzt: „… erinnere ich mich noch daran, wie ich einmal von vier Hitlerjungen gewürgt und an einen Zaun gedrängt wurde: ‚Saujud, sag Heil Hitler‘.  Ich weigerte mich.“ Schließlich sah sich die Familie gezwungen, 1938 nach Ungarn zu fliehen. Aber auch in Ungern fühlte sich Pfeifer auf Grund von Beschimpfungen und Ausgrenzung als „Saujud“ nicht heimisch und trat der zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair bei. Dieser politische Aktionismus war gar nicht im Sinne seiner Eltern, die sich eher als bürgerliche, jüdische Familie betrachteten und darauf hofften, dass alles irgendwie vorbeigehen würde. „Wenn ich das akzeptiert hätte, wäre mein Leben mit großer Sicherheit in einer Gaskammer in Ausschwitz-Birkenau beendet worden.“ Letztendlich machte auch vor Ungarn das dritte Reich nicht halt. Mit dem Inkrafttreten antijüdischer Gesetze und nach dem Tod seiner Mutter entschloss sich Karl zu einer weiteren Flucht nach Palästina. Der Abschied von seinem Vater war auch die letzte gemeinsame Begegnung. Ein Großteil seiner Familie überlebte die Verfolgung durch die Nazis nicht. In Palästina lebte Pfeifer mit anderen Kindern, meist Kriegswaisen, in einem Kibbuz zusammen. Nach Kriegsende trat Pfeifer dem Palmach bei, einer Vorläuferorganisation der israelischen Armee. Erst 1951 betrat Karl Pfeifer nach 13 Jahren wieder österreichischen Boden. „Heimkehrer sind nur die, die in der Waffen-SS und in der Wehrmacht waren.“ Juden waren dieses nicht. Dennoch entschied sich Pfeifer, in Österreich zu bleiben. Bis heute arbeitet er als freier Journalist, um über die Verbrechen des NS-Regimes und heutige antidemokratische Entwicklungen aufzuklären. „Dabei geht es nicht darum zu moralisieren. Niemand kann etwas dafür, was seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern getan haben Das können wir nicht ändern. Aber für das, was jetzt ist, sind wir alle verantwortlich. Und da hat keiner die Ausrede, dass er sich durch sein Handeln in Gefahr bringen könne. Jetzt ist es an uns, die Verhältnisse zu ändern.“

Völkisches Krisenmanagement in Ungarn

So, 26. Mai 2013

Donnerstag 06. Juni 2013 // 19:30 Uhr // in der StudioBühne Köln (Universitätsstr. 16a, 50937 Köln)

Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer

2010 ist es Ministerpräsident Viktor Orbán, bei weniger als 47% Wahlbeteiligung gelungen 53% der abgegebenen Stimmen zu erreichen, das bedeutet aufgrund des Wahlrechtes eine zwei Drittel Mehrheit im Parlament. Mit dieser „Wahlkabinenrevolution“ gelang es ihm und seinen Anhängern binnen drei Jahren ein fast autoritäres System einzuführen. Orbán scheut dabei nicht zurück, einen nationalen Konsens gleichzustellen mit einer völkischen Gemeinschaft und als erstrebenswert zu propagieren. Dabei stellt er implizit das schaffende, nationale Kapital, dem raffenden, spekulierenden internationalen Kapital entgegen. Nutznießer sind die Neonazipartei Jobbik und deren paramilitärischen Garden, die landauf landab uniformiert marschieren sowie kleine Nazigruppen, deren bewaffnete Übungen von der Polizei toleriert werden. Der Wiener Journalist Karl Pfeifer, der Ungarn seit mehr als 30 Jahren beobachtet, wird einen Vortrag über die jüngsten Entwicklungen in Ungarn halten.

 

 

BLACK DEUTSCHLAND

So, 26. Mai 2013

FILM ENTFÄLLT LEIDER!

OPEN-AIR-KONZERT

So, 26. Mai 2013

Mittwoch 12. Juni 2013 // ab 18 Uhr // auf dem Campus der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Gronewaldstr. 2)

EINTRITT: FREI

Line-Up
BLACKMAIL
PICKERS
COSMIC
PAULA
ANY COLOUR YOU LIKE
THE FROUGH
BANDBIOGRAPHIE
BLACKMAIL
Es gibt Bands, die einfach nicht locker lassen. Die wissen, welche Qualität in ihnen steckt und engagiert darum kämpfen, diese Qualitäten immer wieder in neues, leicht verändertes Licht zu rücken. File under: Blackmail, eine der – wenn nicht der – konsistentesten deutschen Rockbands. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Blackmail aus Koblenz haben schon zahlreiche Zyklen durchschritten, waren eine gefeierte Indie- und vielbeachtete Majorband, spielten die großen Festivals im Zwei-Jahres-Turnus, tauchten im Visions-Magazin mit einem Album unter den „150 Platten für die Ewigkeit“ auf und gehörten für den geneigten Rockhörer schon seit Jahren zum festen eigenen Wertekanon. Dann vor drei Jahren die Zäsur: Der bisherige Sänger Aydo Abay trennte sich von Blackmail. Es kam mit Mathias Reetz ein neuer Mann, ein bis dahin zwar nicht unbeschriebenes, aber doch neu zu entdeckendes Blatt – und zugleich ein echter Joker. Denn das im Mai 2011 erschienene „Anima Now!“, das erste Album mit ihm als Frontmann, erwies sich als pumpendes, vielschichtes Werk mit einem neuen Gütesiegel. Blackmail hatten in ihrem neuen Line-Up vom Fleck weg überzeugt – mit einem Album, das vom ersten Ton bis zur finalen Promotion komplett dem DIY-Gedanken folgte: selbst aufgenommen und produziert, selbst herausgebracht auf dem bandeigenen Label 45 Records und vom ersten Videoschnipsel bis zum letzten Konzert komplett autark an den Mann gebracht. Gut: Es gab Fans, die erst überzeugt werden wollten, dass Blackmail auch in der neuen Formation nichts von der alten Kraft und Dringlichkeit eingebüßt haben. „Es gab anfangs durchaus eine schwierige Zeit, wo man gemerkt hat, dass sich die Größe der Clubs verändert hat“, sagt auch Mathias Reetz. „Aber wir haben einfach nicht locker gelassen und immer weiter gemacht. Und aus unserer Perspektive ist die Aufbauarbeit, die sich nach so einem Besetzungswechsel zwangsläuffig ergibt, jetzt beendet. Das Level der Akzeptanz ist wieder wieder voll da.“ Und auch Kurt Ebelhäuser, der Mann hinter einem Großteil der Kompositionen und bis auf eine Ausnahme auch stets der Produzent ihrer eigenen Sachen, ergänzt: „Wo ‚Anima Now!’ noch eher ein gegenseitiges, ganz lockeres Beschnuppern war, steht ‚II’ nun für ein endgültiges Ankommen. Daher auch der Albumtitel: Es ist das zweite Album mit Mathias, es definiert das erneute Aufblühen von Blackmail mit anderen Mitteln und mit ganz vielen neuen Farben.“ Ja, die Farben: Schon „Anima Now!“ verzückte mit neuen Klangnuancen, anderen Ideen, einem frischen Sänger, der die Blackmail-typische Melancholie zwar verinnerlicht, ihr aber zugleich noch einmal eine völlig neue Tonalität hinzu gefügt hat. „Mathias hat so ein gewaltiges Spektrum an Songwriting- und Harmonie-Ideen, das bereichtert Blackmail gewaltig“, so Kurt. „Den Ansatz dazu hatten wir bereits beim vorigen Album entdeckt, aber erst jetzt kommt das richtig zum Zuge. Mathias kann echt so ziemlich alles, und das haben wir natürlich intensiv genutzt. Wenn du so jemanden in der Band hast, kannst du drumrum ganze Festungen errichten.“ Und Mathias sekundiert ganz selbstbewusst: „Ich habe mittlerweile ein anderes Verständnis von mir selbst und meiner Art zu komponieren und zu singen. Ich habe mich seit ‚Anima Now!’ noch stark entwickelt und bin jetzt richtig in der Band angekommen.“ Anders als in der Vergangenheit, wo Blackmail schon mal komplette Alben direkt im Studio innerhalb von zwei Wochen schrieben, ließen sie sich diesmal mehr Zeit. Es gab drei intensive Arbeits-Sessions im März, Juni und Oktober. „Diese Zeit hört man dem Album unmittelbar an“, so Mathias. „Es ist für uns ein Muss, dass das Songwriting total spannend ist, dass jeder Song extrem ausgearbeitet ist. Ich finde es überdies sehr erfrischend, dass jetzt auch Kurt einige Passagen singt; nur eine von zahlreichen Neuerungen oder Nuancen, die das Album zusätzlich beleben. Jeder einzelne Song muss in seiner Gesamtheit spannend und gern auch immer ein Stück weit kompliziert sein.“ In der Tat war der klangliche Kosmos von Blackmail noch nie so weitschweifig, vielseitig und – ja, auch das – progressiv wie auf „II“. Es ist das insgesamt mittlerweile achte Studioalbum dieses peitschenden Kompetenzzentrums in Sachen Rockmusik, das ebenso Kurts Liebe zu Beatles’ken Melodien offenbart, wie es mit gurgelnden Orgeln im Psychedelic Rock der 70er verankert ist, vor dem Indie und Grunge der 90er kurz den Hut zieht und damit am Ende selbst internationalen Top-Bands der Neuzeit wie etwa den Queens of the Stone Age das Wasser der Brachialität und Unmittelbarkeit abgräbt. Verantwortlich für diese enorme Dichte, Spielfreuede und vor allem Tiefe des Albums ist noch ein weiterer, der Band über Jahre angewachsenes Glied: Simon Jäger, lange Zeit Kurts Assistent bei dessen Produktionen im bandeigenen Studio 45, der schon auf „Anima Now!“ eine wichtige Rolle spielte und nun der Hauptverantwortliche für den Mix ist. „Kurt und Simon arbeiten nach zahlreichen gemeinsamen Produktionen mittlerweile perfekt Hand in Hand, und Simon ist ein unglaublicher Spezialist in Sachen Mixing geworden“, sagt Mathias. Und Kurt ergänzt: „Simon ist mittlerweile so viel weiter als ich, dass ich gern zurücktrete. Er bringt den Mix schlicht viel besser auf den Punkt.“ Das hört man. Ein interessantes Phänomen an „II“ ist, dass viele der Gitarren cleaner klingen als auf früheren Alben, der Druck der gesamten Produktion aber gleichzeitig mächtiger und kantiger ist als auf so ziemlich jeder anderen ihrer Arbeiten. Es pumpt und brodelt, poltert und bläst wie ein ordentliches Indiewerk, ist in seiner Brillanz aber zugleich ein auch für die Rock-Oberliga absolut konkurrenzfähiges Werk, mit dem – nun endlich – auch außerhalb Deutschlands mal mehr Staat zu machen sein sollte. „Die Idee war“, so Mathias, „dass dieses Album nicht nach Studio 45 und auch nicht nach Koblenz klingt, sondern dass es ein internationales Format bekommt.“ Gesagt, getan. Und mit diesen Songs, die in ihrer Melodiosität sofort zünden, gleichzeitig aber dermaßen viele Ebenen des Entdeckens bereit halten, dass man auch beim zehnten Durchgang noch ständig Neues entdeckt, beweisen Blackmail, dass man sich auch in einem 20. Bandjahr problemlos noch einmal ein Stück weit neu erfinden kann, ohne all die Qualitäten an Reife, Erfahrung und Know-how zu vernachlässigen. Neu erfunden haben sie sich auch in Sachen Veröffentlichungspolitik – Blackmail beschreiten einen völlig neuen Weg: Mit ‚45 Records’ und ‚Unter Schafen’ kümmern sich gleich zwei Indielabels um den Release und seine angemessene Platzierung. „Ich weiß gar nicht, ob es so etwas in Deutschland vorher gab, dass sich also Indies um eine VÖ gleichwertig kümmern“, sagt Mathias. „Das Tolle daran ist, dass wir uns streckenweise wieder als reine Musiker fühlen können mit dem Wissen, dass Arbeit auch erledigt wird, während wir proben oder auf Tour sind. Der Ideenaustausch war so unkompliziert und anregend, dass wir direkt zugesagt haben und dieses Modell für ‚II’ einfach mal angehen. Wir haben ziemlich viel Bock darauf!“ Für den Autor dieser Zeilen, der die Band bereits seit ihrem Debüt eng begleitet, mit ihnen über jedes Album ausgiebig sprach und sie geschätzte 50 Mal live sah, fühlt sich „II“ in seiner Dringlichkeit und Überzeugungskraft damit fast an wie das Debüt einer neu entdeckten Lieblingsband. Gleichwohl ein Debüt mit der Nonchalance und Größe eines ausgeruhten Spätwerks. Was für ein grandioser Spagat. Was für ein Album. Was für eine – erneute – Wiedergeburt einer Band, ohne die Deutschlands Musikszene um einen sehr entscheidenden Baustein ärmer wäre.
PICKERS (bekannt vom Bundesvision Song Contest),
Es mögen niedere Beweggründe gewesen sein, die die Pickers dazu bewogen, gemeinsam Musik zu machen. Man lernt als Musiker einfacher Mädchen kennen. Man kann als Band umsonst trinken. Man darf als Künstler Dinge tun, die von der gesellschaftlichen Norm leicht abweichen. Soweit bekannt, soweit verlockend, soweit billiges Klischee – an welchem aber immer auch ein schmutziger kleiner Fleck Wahrheit klebt. Lutz, Alex, Rob und Josh fanden in ihrer Heimat, dem beschaulichen Saar-Hunsrück-Kreis, eigentlich nur zusammen, um gemeinsam nach Berlin zu gehen und eine Gang zu sein. Als Rüstzeug im Gepäck: ein gewonnener lokaler Bandcontest, Kontakt zu einem schrulligen englischen Produzenten, gemeinsames Fan-Verhalten hinsichtlich britischer Klassiker wie Blur, Arctic Monkeys und Beatles. In der DNA der Pickers tauchen dementsprechend Melodiosität, Mut zum Krach und ein bemerkenswerter Arbeitsethos auf. Nahaufnahme Berlin: vier Jungs Anfang 20 leben in einer WG im unhipsten Bezirk der Stadt: Moabit, bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Straßenmusik und mit einer Residency in einem Berlin-Mitte-Café, und sie legen eine eiserne Disziplin an den Tag, was Proben und Songwriting betrifft. Wie geht das? Exkurs 1: 2011 ist Berlin immer noch „arm, aber sexy“, die minimalen Lebenshaltungskosten stellen andere Metropolen ins Abseits, die Nacht ist immer noch ein Sammelbecken der guten Gelegenheiten. Es geht: man lebt nicht gut als Künstler, aber man kann leben. Das ist für einen Jungmännerbund aus der Provinz ein Biotop, das die Alternativkarriere als (bitte Berufsvorstellung der Eltern einfügen: Sparkassenangestellter, etc.) da liegen lässt, wo nicht der Idealismus, sondern der gesunde Menschenverstand regiert. “Another variation on a theme / a tangle on the television and the magazine / d’you reckon that they do it for a joke?” (Arctic Monkeys, “Teddy Picker”) Exkurs 2: Eine Band hat ihre eigene Historie. Geburt, Kindheit, Schule: das wurde bereits abgehakt. Pickers sind 2011 im bis dato spannendsten Jahr ihres bisherigen Lebens angekommen: mehr Gigs gespielt als jemals zuvor, aus Ideen handfeste Songs entwickelt und aufgenommen, mehr als nur einen Hauch davon mitbekommen, was es heißt, in der Medienlandschaft aufzutauchen. Kurz: kreativer Sturm und Drang. Irgendwo sind bestimmt auch Abgründe, von denen wir gar nichts wissen wollen. „What happens on tour, stays on tour.“ (wahres Musikersprichwort) Exkurs 3: Der Beziehungsstatus der Pickers „ist kompliziert“. Sie gehören zu den glücklichen Bands, die von ihrer Musik leben können, jedoch noch auf niedrigem Niveau. Es wird gespielt, fast täglich: die Dienstleistungsgesellschaft namens Pickers arbeitet hart. Jedoch nicht, ohne das große Ziel aus den Augen zu verlieren: eine sehr gute Platte abliefern, vor immer größerem Publikum spielen und auf ehrbare Weise bekannt, gar berühmt werden. Pickers wissen, dass das alles erreichbar ist, denn der erste Quantensprung liegt bereits hinter ihnen. Böse Menschen werden dies als Arroganz deuten, die Wahrheit ist: die Jungs können nicht anders.
Cosmic Paula
http://www.cosmicpaula.de/ Tanzbar, intensiv und auf Kante! Das ist Cosmic Paula – handgemachter Rock aus Köln Ehrenfeld. Ohne Pathos und Wortklauberei. Das meint auch der Kölner Stadtanzeiger: „Indie-Rock zwischen alter und neuer Schule. Die Band spielt ihre musikalische Vision originell und punktgenau – ohne Effekthascherei, dafür mit einer Menge Ohrwurmqualität.“ Unsere Musik hat Power und macht Spaß. Tanzende Fans sind die Regel, nicht die Ausnahme. Sänger Peter Inflagranti weiß es, Momente auf der Bühne zu kreieren.
Any Colour you like
https://www.facebook.com/acylcologne Experimental Rock   3 der 5 Bandmitglieder kennen sich bereits aus der Schule und machen nun seit mehr als 5 Jahren zusammen Musik. Als „quasi“ sammelten die Jungs ihre ersten Erfahrungen – erst ganz klassisch im Wohnungskeller, später dann jedoch in den Bars und Clubs Kölns. Als die Studienplätze vergeben wurden, mussten sie sich jedoch von Bassist Felix vorerst trennen. Das Projekt stand auf der Kippe, doch wie das Schicksal es anscheinend wollte, holten die Jungs Kommilitonen Basti mit ins Boot, einen Ersatz der dem der Bass mehr als nur gut vertreten werden sollte. Ein Manko, welches bereits seit Gründung der Band existierte bestand – eine charismatische Stimme fehlte noch. Nur ein paar Wochen später, ausgerechnet an Karneval, hatte man dann zwischen Bier und Schnaps einen grölenden Patrick am Arm – eine Woche später im Proberaum. Durch den plötzlichen und sehr stimmigen Zuwachs fand die Band ganz neu zueinander. Die alten Songs wurden zur Seite gelegt und zusammen neue Musik geschaffen. Die Aufgabe bestand darin die jeweiligen musikalischen Interessen und Wurzeln der Bandmitglieder angemessen in den Songs unter zu bringen: Classic Rock, Alternative und Metal. Untermauert wird die Musik durch die atmosphärischen Effekte, welche viele Songs tragen – der neue Bandname „Any Colour You Like“ ist daher nicht aus Zufall derselbe wie der Song von Pink Floyd, sondern vielmehr das Leitmotiv, an das sich die 5 Jungs orientieren. Seit der Gründung im Sommer 2012 nimmt die Band jede Veranstaltungsmöglichkeit wahr, um ihre Musik den Menschen präsentieren zu können.
The Frough
The Frough – Drei Jungs in den eigenen vier Gitarrenwänden   Köln, Sommer 2011 – Die Brüder Ben und Sebastian gründen zusammen mit ihrem Freund Dorian eine Band. Zunächst ein Projekt, das die Jungs immer regelmäßiger in den Proberaum zog, hat sich nun zu einer festen Band ausgewachsen. Zu dritt sind die Aufgaben klar verteilt: Ordentlich Gitarre, Bass und Schlagzeug lautet die Devise, an den Rändern aber auch immer Platz für leise Zwischentöne und sphärische Flächen. Zwischen Indierock, New Wave und Post Punk – mehr moll als dur – liebäugelt die Band stets mit eingängigen Melodien. Dass das Ganze auch live überzeugt, konnte im letzten Jahr auf diversen Konzerten unter Beweis gestellt werden: „Dominiert wurde die Musik des Trios von harten Gitarrensounds und bisweilen melancholischen Melodien. In den Instrumentalparts zeigten Sebastian Jacobs (Gitarre, Gesang), Dorian Schnack (Bass) und Ben Jacobs (Drums) ihr Faible für rhythmische Kniffe“ (Kölnische Rundschau). Im April 2012 hat die Band nun ihre erste EP veröffentlicht: „Who ist the Frough?“ heißt der Silberling und beantwortet diese Frage mit fünf starken Songs quer durch das kreative Schaffen des Trios. Jetzt gilt es das Feuer zu schüren – die Jungs sind heiß und wollen raus!

Pädagogik des Ressentiments – Zum Israelbild in deutschen Schulbüchern

So, 26. Mai 2013

Donnerstag 13. Juni 2013 // 1930 Uhr // Hörsaal G (Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz)

Vortrag von Klaus Thörner

Schulbücher „definieren nicht nur ‚legitimes Wissen’ und wünschenswerte Kompetenzen, sondern vermitteln auch staatlich bzw. gesellschaftlich präferierte Identitätsangebote,“ heißt es ganz richtig auf der Website des Georg-Eckert-Institutes., dem führenden Institut für Schulbuchforschung in Deutschland . Welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher beim Thema Nahostkonflikt und bei der Darstellung des Staates Israel.

Schulbuchverlage mit ihren Büchern, Schulen, die diese verwenden und Kultusminister, die diese zu verantworten haben, tragen eine erhebliche Verantwortung für das Wissen und die Einstellungen junger Menschen. Aktuelle Untersuchungen berichten von erheblichen und wachsenden Vorurteilen und Ressentiments gegenüber Israel in der jungen deutschen Generation. Das Wort „Jude“ ist auf deutschen Schulhöfen zu einem verbreiteten Schimpfwort geworden.

Es besteht die Gefahr, dass sich diese Vorurteile in eine Verteufelung des Staates Israel, eine generelle Ablehnung von Juden und in einen gefährlichen Antisemitismus ausweiten.  Um dem Antisemitismus und Antiisraelismus in den Communities der Jugendlichen entgegenzutreten, dürfen Lehrer nicht zurückschrecken, konfliktreiche Inhalte wie die Geschichte und Gegenwart des Nahostkonfliktes im Unterricht zu behandeln. Können sie dabei auf fundierte, ausgewogene und hilfreiche Schulbücher zurückgreifen oder sind diese selbst ein Spiegelbild und ein Verstärker der antiisraelischen Ressentiments dieser Gesellschaft? Dieser Frage soll bei der Veranstaltung im Rahmen einer Schulbuchanalyse nachgegangen werden.