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Das war das AStA-Wahlforum zur NRW Landtagswahl 2017

Mi, 26. Apr 2017

Von Einhörnern, Entwicklungsländern und elternunabhängigem BAföG
Das war das AStA-Wahlforum zur NRW Landtagswahl 2017

Von Fabian Schäfer

Zu Beginn folgt der Aufruf an die fast 300 Studierenden und Gäste, doch bitte das WLAN am Smartphone auszuschalten. Der Facebook-Livestream benötige alle verfügbaren Ressourcen. Verwirrtes Raunen und hämisches Gelächter im Publikum, und Piraten-Politiker Joachim Paul kann sich ein Lachen nicht verkneifen. 

Wie passend, dass die Moderatoren Pia Behme und Alexander Nudelmann vom Uni-Radio KölnCampus die AStA-Diskussionsrunde zur Landtagswahl ausgerechnet mit dem Thema Digitalisierung beginnen. „In diesem Bereich ist NRW ein Entwicklungsland, und das ist nicht das einzige, was mangelhaft ist“, zeigt sich Özlem Demirel, Spitzenkandidatin der Linken, von Anfang an entschlossen kämpferisch. Für sie und ihre Partei geht es immerhin um den Einzug in den Landtag.

Wie sollen 30 Hochschulen schaffen, was Köln alleine nicht schafft?

„Dem muss ich völlig widersprechen“, entgegnet Norbert Walter-Borjans, SPD-Finanzminister. Bei fünf Milliarden Euro, die die Landesregierung in die Universitäten und Hochschulen investiert, werde deutlich, welche Bedeutung man den Hochschulen beimisst. „Da merkt man, dass eine Menge abgeht, aber noch nicht genug.“ 

Für den wissenschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Stefan Berger, ist Digitalisierung jedoch nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Haltung. Er träumt vom größten europäischen digitalen Hochschul-Raum. So könne ein Kölner Student auch eine Vorlesung in Paderborn anschauen und sich anrechnen lassen. „Das ist relativ einfach möglich“, sagt er. Moderatorin Pia Behme konnte es sich nicht verkneifen, die Probleme mit Klips2 anzusprechen: „Wenn das eine Uni schon nicht schafft, wie dann 30 Stück?“, wofür sie zustimmenden Applaus und Lachen erntet.

Linke und FDP können sich einig sein

Einiger geht es beim Thema Studiengebühren zu. Da steht nur Lorenz Deutsch von der FDP mit seiner Forderung, die 2011 abgeschafften Gebühren wiedereinzuführen, ganz alleine da. „Es leuchtet uns nicht ein, dass die Privilegien einer Hochschulbildung nicht solidarisch in einem klugen System zurückgegeben werden.“ „Bildung ist keine Ware“, „Dafür sind Steuern da“, „Studieren muss gebührenfrei bleiben“ entgegnet das linke Lager fast gleichtönend.

Stefan Berger (CDU) verwies darüber hinaus darauf, dass auch ohne Studiengebühren mehr Geld in die Bildung gesteckt werden müsse. Während NRW nur 5000 Euro pro Studierendem ausgibt, seien es in Thüringen 9000 Euro. Dort gebe es ja auch eine linke Bildungsministerin, sagt Özlem Demirel. Punkt für sie.

Dann tritt der seltene Moment auf, wo die linke Spitzenkandidatin der FDP zustimmt: Beide fordern elternunabhängiges BAföG. Während die Linken die aktuellen Sätze erhöhen wollen, würden die Liberalen am liebsten 300 Euro für alle Studierenden plus eventuelle Zuschüsse zahlen. „Wie soll man davon leben?“, fragt Sven Lehmann von den Grünen schockiert. 

Oder einfach Autos abschaffen?

Für ihn die perfekte Überleitung zum Thema Wohnen. „Wir müssen bauen“, sagt der Vorsitzende der Grünen in NRW. „Und dabei auch in die Höhe denken.“ In dem Punkt sind sich alle einig, auch wenn jede Partei andere Lösungen vorschlägt. Am kreativsten ist da noch die PARTEI: Wieso nicht einfach in Parks schlafen? „Da ist es schön und gemütlich“, sagt der aus dem Fernsehen bekannte Kriminologe und Spaßpolitiker Mark Benecke. Außerdem möge er Einhörner, bemerkte er beiläufig. „Wir auch!“, antwortete Sven Lehmann (Grüne) sofort. „Und bei den Piraten halten Einhörner sogar Reden“, ergänzte Joachim Paul. Beste Voraussetzung also für eine Einhorn-Koalition.

Statt auf Huftiere setzen die Piraten jedoch schon lange auf einen fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr, erklärte Joachim Paul, der für die Piraten im Landtag sitzt. Diese Idee haben auch die Linken und die Grünen übernommen. Sven Lehmann forderte angesichts eines „Himmelfahrtskommandos am Fahrscheinautomaten“ ein einheitliches Ticket, mit dem alle für zwei Euro am Tag durch ganz NRW fahren können. 

„Oder wir schaffen Autos ganz ab“, schlägt Mark Benecke (PARTEI) vor. „Dann haben wir ein Problem weniger.“ Manchmal sind es eben doch die einfachen Lösungen, auf die es ankommt. Dann bitte aber auch Wohnungsnot, Finanzierungsängste und schlechtes WLAN abschaffen. 

        

Fahrradwerkstatt am 13.04. geschlossen

Mi, 12. Apr 2017

Leider muss die Fahrradwerkstatt am Donnerstag den 13.04. geschlossen bleiben. Wir hoffen auf euer Verständnis!

Neuer AStA-Vorstand gewählt

Mi, 3. Feb 2016

Köln, den 03.02.2016

Das 61. Studierendenparlament hat in seiner Sitzung vom 02.02.2016 Katharina Letzelter zur neuen 1.AStA-Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit den bisherigen Amtsinhaber Jakob Köhne ab. Die bestehende Koalition aus den Unabhängigen und der Juso Hochschulgruppe soll fortgeführt werden.
„Ich freue mich sehr über das breite Vertrauen des Parlaments“, sagte Letzelter (Juso Hochschulgruppe), die mit 37 von 51 Stimmen gewählt wurde, obwohl die Koalition nur über 27 Sitze verfügt. „Meine Aufmerksamkeit wird sowohl auf dem Kampf gegen schlechte Studienbedingungen und bestehende Auslauffristen einzelner Studiengänge liegen. Besonders wichtig ist mir aber auch, dass Rassismus und Sexismus auf dem Campus keinen Platz finden. Ein wichtiger Schritt dafür ist die erneute Schaffung eines Referats für Antidiskriminierung und Kultur, während wir ein weiteres für Ökologie und Infrastruktur einrichteten.“

Die Fortführung der bisherigen AStA-Koalition zwischen Unabhängigen und Jusos bewertet Letzelter folgendermaßen: „Im letzten Jahr konnte viele wichtige Projekte durchgeführt werden und in den Gesprächen bestand Konsens, dass diese Arbeit gut weitergeführt werden kann. Durch die neue Schwerpunktsetzung in den Bereichen Ökologie und Infrastruktur gibt es in diesem Jahr deutlich mehr Potential. In dieser Linie sehen wir uns auch durch das Wahlergebnis bestätigt.“ Die neue 2.Vorsitzende Roxana Smalberger (Die Unabhängigen) wurde ebenfalls gewählt.

Kontakt für Rückfragen:
Katharina Letzelter

Petition: Fristverlängerung für Studienordnungswechsel in der Phil. Fakultät

Mi, 27. Jan 2016

Die Fachschaften Anglistik und Geschichte haben eine Petition (gerichtet an den Dekan der Philosophischen Fakultät) gestartet, um

  • eine Verlängerung der Frist für den Studienordnungswechsel
  • die Anerkennung aller erbrachter Studienleistungen bei Studienordnungswechsel
  • eine Verbesserung der Kommunikation seitens des Dekanats

zu erreichen.

 

Weitere Infos und das Formular zum unterschreiben findet ihr unter:

https://www.change.org/p/dekan-der-philosophischen-fakult%C3%A4t-der-universit%C3%A4t-zu-k%C3%B6ln-1-verl%C3%A4ngern-sie-die-frist-f%C3%BCr-wechsel-in-die-neuen-studienordnungen-der-bachelorstudieng%C3%A4nge-bis-2019-2-halten-sie-sich-an-die-vorgaben-des-k%C3%B6lner-modells-und-rechnen-sie-bei-einem-wechs

 

Protest in der Netzwerkgesellschaft – die Proteste gegen den G7 Gipfel in Elmau

Mi, 20. Jan 2016

Der AStA präsentiert einen Vortrag über die Frage nach der Organisation von Protestgroßereignissen wie der Aktionswoche gegen den G7 Gipfel in Elmau im Juni 2015.

Anhand eines umfangreichen Bildmaterials werden die fünf Tage der Aktionswoche des Aktionbündnisses „Stop G7 Elmau“ aus der Perspektive eines Aktivisten veranschaulicht. Alltagsleben, Demonstrationen, Aktionen und Blockaden werden aus der unmittelbaren Sicht der teilnehmenden Beobachtung näher gebracht. Abschließend steht eine Diskussion der These vom Event als Protestform der Netzwerkgesellshaft.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 27. Januar, um 18 Uhr in Hörsaal VIII des Hauptgebäude statt.

Über den Referenten:
Philipp Adamik promoviert über den Protest in der Netzwerkgesellschaft an der Universität Bremen und kampierte mit den Aktivist*innen von Stop G7 Elmau in Garmisch-Patenkirchen. Von dort berichtete er auch für die „Bochumer Stadt und Studierendenzeitschrift“ über die Proteste.

Umfrage zum Thema rassistische Diskriminierung im universitären Raum

Do, 14. Jan 2016
Im Rahmen der nachfolgenden Umfrage sollen Erfahrungen von Studierenden und Lehrenden der Universität zu Köln gesammelt und analysiert werden, um Rückschlüsse auf rassistische Diskriminierung im universitären Raum zu ziehen. Die Umfrage wird etwa 10 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen. Dabei wird gewährleistet, dass die Umfrage anonymisiert stattfindet.
 
Wer nach der Umfrage an den Ergebnissen interessiert ist, kann diese im Laufe des Semesters in Form eines kostenlosen Readers digital oder als Print erhalten. Sollte Interesse an einem (anonymen) Interview für unseren Reader bestehen, könnt ihr uns am Ende der Umfrage per Mail kontaktieren.

Burschenschaftsreader und Mietrechtsreader online

Mo, 14. Dez 2015

Absofort sind unter Service -> Publikaionen/Reader ein neuer Burschenschaftsreader sowie ein Mietrechtsreader zu finden. Diese wurden in den letzten Monaten von einigen unserer Projektleiter*innen im AStA erstellt.

Start der Online-Aktion #CampusRassismus

So, 13. Dez 2015

Gestern startete die deutschlandweite Online-Aktion „‪#‎CampusRassismus‬„. Dabei handelt es sich um eine Online-Aktion der People of Color Hochschulgruppe Mainz & People of Color Hochschulgruppe Frankfurt a.M.

Zwischen dem 12. und 18.12 könnt ihr auf Twitter unter dem Hashtag CampusRassismus eure Geschichten rund um Rassismus auf dem Campus erzählen.

Weitere Infos findet ihr unter https://www.facebook.com/events/1677549072527654/

Online Petition gegen die Einführung eines NC fürs Referendariat in Bayern!

Do, 3. Dez 2015

In Bayern soll ein NC fürs Referendariat eingeführt wird, d.h. alle Lehramtsstudierenden müssen sich nach dem ersten Staatsexamen für das Referendariat bewerben. Falls sie keinen Platz bekommen und in ein anderes Bundesland gehen, gibt es das Problem, dass Bayern als Bundesland nur das eigene Referendariat anerkennt und man nach dem Referendariat nur schwer zurück gehen kann.
Die Landes-ASten-Konferenz Bayern hat eine OpenPetition erstellt. Die BuFaTa Sonderpädagogik und alle anderen anwesenden Fachschaften wollen sich nun dafür einsetzen, diese publik zu machen und sich dagegen zu wehren.
Auch wir als AStA wollen diese Online Petition unterstützen!