Category: Mitteilungen

Erklärung zum Antrag zur Änderung der Beitragsordnung

Mo, 24. Jul 2017

Am Mittwoch haben wir als AStA einen Antrag zur Änderung der Beitragsordnung gestellt. Diese sieht vor, dass der AStA-Beitrag von 8,77 € auf 10,25 € erhöht wird. Der Beitrag wird also um 1,48 € erhöht. Auch wenn wir uns nicht freuen, ist diese Erhöhung unausweichlich.

 

Was ist der AStA-Beitrag?

 

Jedes Semester zahlt ihr den Semesterbeitrag. Der beträgt zum Wintersemester 262,82 €. Dieser setzt sich mit 73 € für das Studierendenwerk und 189, 82 € für den gesamten AStA-Haushalt. Ein Großteil geht mit 174,40 € an das Semesterticket. 2,10 € zahlt ihr für die Fachschaften und Fakultätsvertretungen und 1,75 € an den Hochschulsport. Zusätzlich gibt es noch einen Verwaltungs- und Härtefallbeitrag von 1,10 € für das Semesterticket.

Als AStA-Beitrag selbst zahlt ihr aktuell 8,77 €. Mit diesem Geld finanziert ihr den AStA. So können wir Leistungen und Serviceangebote wie die Rechtsberatung anbieten. Damit können wir uns für euch engagieren und in verschiedenen Gremien einbringen. Außerdem werden über den AStA-Beitrag die Autonomen Referate, wie das Lesben- und Schwulenreferat der Uni Köln (LUSK) und das Autonome Referat Studieren mit Kind, finanziert und verschiedene studentische Initiativen unterstützt.

 

Warum die Beitragserhöhung?

 

Der AStA lebte in den letzten Jahren von der Substanz. So sind die Überschüsse in den letzten Jahren gesunken. Überschüsse sind Gelder, die im Vorjahr nicht ausgegeben wurden. Diese Überschüsse wurden allerdings von den ASten eingesetzt, um den Haushalt des darauffolgenden Jahres zu finanzieren. Ohne die Überschüsse hätte der AStA  in den letzten Jahren Verluste gemacht. Die bisherige Arbeit und die bisherigen Angebote sind also nicht mehr durch die Beitragseinnahmen gedeckt. Zusätzlich gab es in den letzten Jahren Preissteigerungen. Außerdem gab es Lohnanpassungen. Daher müssen wir aus unserer Sicht die Beiträge erhöhen. Ansonsten müssen wir unsere bisherigen Angebote streichen oder aber Mitarbeiter*innen entlassen, die uns in unserer Arbeit unterstützen und unsere Serviceangebote ermöglichen.

Zudem würden wir gerne die autonomen Referate und den Antifa-Arbeitskreis ( AK) finanziell stärken. Die fünf autonome Referate und der Antifa AK werden über den AStA-Haushalt finanziert, sind aber nicht Teil des AStAs und arbeiten unabhängig vom AStA. Jedes autonome Referat vertritt eine der folgenden Gruppen: Internationale Studierende, Menschen mit Behinderung, Studierende mit Kind, LGBTIQA* sowie Frauen* und Lesben. In den autonomen Referaten können sich  die betroffenen Gruppen organisieren, für ihre Interessen an der Universität engagieren und sich gegen Diskriminierungen und Benachteiligungen kämpfen.  Sie können auch ein Schutzraum sein und eine Plattform zum Austausch bieten. Der Antifa AK leistet wichtige Aufklärungsarbeit gegen rechte Hetze, Rechtspopulismus und Rechtextremismus und  engagiert sich hierzu an der Universität. Daher denken wir, dass die autonomen Referate und der AK den Referaten im AStA auch finanziell möglichst gleichgestellt sein sollen.

Außerdem würden wir gerne die Aufwandsentschädigungen des Vorstands und der Referenten*Referentinnen erhöhen, da das Engagement intensiv und zeitaufwendig ist. Daher sollen sie angemessener entschädigt werden.

 

Was möchtet ihr aus der Beitragserhöhung finanzieren?

 

Für euch zum Verständnis: Bei einem Cent des AStA-Beitrags gibt es bei etwa 50000 Studierenden, die zweimal den Semesterbeitrag zahlen, etwa 1000 € Einnahmen im Jahr.

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Die Mehreinnahmen verteilen sich wie folgt:

Erhöhung

AStA-Beitrag

Mehreinnahmen Erklärung
1,10 € 110.000 € Ausgleich der Überschüsse und Aufbau der Rücklagen
0,11 € 11.000 € Lohnanpassungen durch eine Tariferhöhung
0,10 € 10.000 € Arbeitssicherheit
0,08 € 8.000 € Erhöhung Haushalt des autonomen Behindertenreferats auf 8500 €
0,062 € 6.240 € Erhöhung Aufwandsentschädigung vom Vorstand und der Referenten*Referentinnen von 400 € auf 450 €
0,025 € 2.500 € Erhöhung Haushalt der autonomen Referate und Antifa AK  auf 8500 €
1,477 € 147.740 €  Gesamt

Wann könnte die bisherige Beitragserhöhung in Kraft treten?

 

Wenn die Beitragserhöhung beschlossen wird, tritt sie zum Sommersemester 2018 in Kraft. Die möglichen Mehreinnahmen könnte der AStA für den nächsten Haushalt 18/19 verwenden.

Wir hoffen, ihr könnt die von uns eingebrachten Antrag zur Beitragserhöhung nachvollziehen. Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt uns oder kommt gerne zu unseren Sprechzeiten vorbei.

Offener Brief an das Ministerium für Kultur und Wissenschaft

Di, 4. Jul 2017
Angesichts des Koalitionsvertrages in NRW, haben wir uns dazu entschlossen der neuen Ministerin für Wissenschaft und Kultur einen offenen Brief zu schreiben und unsere Bedenken bezüglich Studiengebühren für Nicht-EU Studierende und weiteren geplanten Entwicklungen in der Hochschullandschaft zum Ausdruck zu bringen:
 
Sehr geehrte Frau Isabell Pfeiffer-Poensgen,
 
Erst einmal möchten wir sie zu Ihrem neuen Amt beglückwünschen.
Wir wenden uns an sie, da wir als Studierendenvertreter*innen befürchten, dass sich die (hochschul-) politische Landschaft durch einige im Koalitionsvertrag angedeuteten Pläne negativ entwickeln wird.
Das grundsätzlich begrüßenswerte Credo in Absatz I des Koalitionsvertrages, dass NRW “ein Land, in dem der Aufstieg durch Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf” sein soll, wird durch die geplanten Studiengebühren für Nicht EU Bürger*innen bereits ad absurdum geführt. Damit wird der Fehler begangen, dass Bildung als Ware betrachtet wird, die es zu verkaufen gilt, um die Hochschullandschaft zu finanzieren. Diese Ansicht widerspricht unserer Meinung nach Ideen wie der des lebenslangen Lernens und läuft der Auffassung zuwider, dass die an den Hochschulen “produzierte” Bildung und vor allem die dort durchgeführte Forschung samt ihren Ergebnissen letztlich Allen zugute zur Verfügung stehen kann und soll. Eine Finanzierung des Bildungssystems sollte gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein. Von guter Bildung und Forschung profitieren Alle.
Zudem halten wir es für falsch, in Zeiten, in denen Anschläge auf Unterkünfte von Geflüchteten in unerträglichem Maße zugenommen haben und in denen offener Fremdenhass von AfD und Bewegungen wie Pegida, HogeSa und Weiteren propagiert wird, ausgerechnet eine Teilung im Bildungssystem zwischen EU Bürger*innen und Nicht-EU Bürger*innen vorzunehmen. Diese Forderungen umzusetzen ist lediglich Wasser auf die Mühlen, derer, die eine angebliche Überfremdung propagieren und findet Applaus bei jenen, die unerträgliche, geschichtsvergessene Parolen wie “Deutschland den Deutschen” von sich geben und mit Hilfe von Studiengebühren für nicht EU Ausländer*innen Stimmung gegen Ausländer machen. . Das Narrativ von “uns” auf der einen und “denen” auf der anderen Seite wird dadurch gefördert und das Recht auf Bildung zu einem exklusiven Gut verklärt, statt ein globales Miteinander zu denken, zu leben und anzuerkennen, dass sowohl Studierende, die bereits ihr ganzes Leben in der EU verbracht haben, als auch solche, die erst fürs Studium herkommen, hier leben, arbeiten und forschen und damit zum gesellschaftlichen Austausch beitragen.
Auch in der Frage der Internationalisierung der Hochschulen, zu deren Förderung man sich im Koalitionsvertrag bekennt, sind diese Studiengebühren ein erheblicher Rückschlag. Zahlreiche Studiengänge oder ganze Zentren wie z.B. das exzellente Global South Studies Center in Köln sind dadurch gefährdet. In Baden-Württemberg sind bereits in diesem Sommersemester, also ein Semester vor Einführung der Studiengebühren für Ausländer*innen 43% weniger Einschreibungen von Studierenden aus Nicht-EU-Ländern zu verzeichnen. Dieser dramatische Rückgang und die damit verbundene schwindende Vielfalt droht auch Nordrhein-Westfalen im Falle der Einführung von Studiengebühren. Die Studierenden aus den Nicht EU-Ländern, die in Deutschland studieren wollen, werden NRW zunehmend meiden. Diesen enormen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Verlust sollten Sie unter allen Umständen vermeiden und von der Einführung der geplanten Studiengebühren absehen.
 
Bzgl. der Hochschulfinanzierung ist sonst bisher lediglich das Verstetigen der Mittel aus dem Hochschulpakt angekündigt, was bereits seit einiger Zeit vor den Landtagswahlen feststeht. Um die Studien- und Arbeitsbedingungen an Hochschulen signifikant zu verbessern fordern wir hier eine Aufstockung der dauerhaften Mittel für die Hochschulen, die nicht zu Lasten der Studierenden beschafft werden. Wir begrüßen die Initiative, Mittel im Baubereich zur Verfügung zu stellen, sehen dies Koalitionsvertrag allerdings noch unzureichend ausgeführt.
Weitere bedenkliche Formulierungen im Koalitionsvertrag sind die Ansprüche, die an die Hochschulautonomie gestellt werden. Ein Land, welches die Verantwortung der Hochschulen für die Gesellschaft anerkennt, sollte diese in den Rahmenbedingungen nicht von dieser lösen. Die Positionierung der Hochschulen als Kraft für Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft war ein wichtiger Fortschritt im letzten Hochschulgesetz und sollte in Zeiten Trumps, Erdogans und ähnlichen bedenklichen Entwicklungen ausgebaut oder zumindest beibehalten werden. Kompetenzen, die im Rahmen der Hochschulautonomie an die Hochschulen zurück übergeben werden, sollten unter allen Umständen vom Senat oder anderen demokratisch legitimierten Gremien wahrgenommen werden. Das undemokratische Gremium des Hochschulrates, zu dem sich erfreulicherweise im Koalitionsvertrag kein Bekenntnis findet, sollte abgeschafft werden und sämtliche seiner Kompetenzen an den Senat überführt werden. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur angestrebten Demokratisierung.
Zudem sollten die Demokratisierungsmöglichkeiten der Hochschulgremien bis hin zur Viertelparität weiter ausgebaut werden und als klarer Anspruch Ihres Ministeriums formuliert werden. Darin würde eine deutlich wirksamere Stärkung des demokratischen Prozesses liegen als in der Onlinewählbarkeit der einzelnen Gremien.
Ein neues Hochschulgesetz, welches im Koalitionsvertrag angekündigt wird, sollte gesamtgesellschaftlich diskutiert und abgewogen werden. Die Freiheit von Forschung und Wissenschaft zu stärken wird auch von uns als wichtige Aufgabe gesehen, gerade in Zeiten in denen der postfaktische Diskurs überhandnimmt.
Dennoch sollten Hochschulen demokratisch strukturiert und sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein. Daher fordern wir Sie auf, hier nicht dieselben Fehler zu begehen, die bereits im Hochschulfreiheitsgesetz von 2006 begangen wurden. Gebührenerhebung auf Bildung sind ein gesellschaftlicher Rückschritt und sorgen in der geplanten Form vor Allem für die Stärkung von ausländerfeindlichen Positionen und den Rückgang der internationalen Vernetzung in der Wissenschaft. Wir fordern sie daher auf die nordrhein-westfälische Hochschullandschaft nicht um 10 Jahre zurückzuwerfen, sondern zu stärken für die wissenschaftlichen, strukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts.
Gerne stehen wir auch für ein persönliches Gespräch bereit.
 
Mit freundlichen Grüßen
AStA der Universität zu Köln
 
 

Fahrradwerkstatt

Di, 4. Jul 2017

Aufgrund von Krankheit bleibt die Fahrradwerkstatt heute, 04.07.2017, leider geschlossen.

Wir bitten um Verständnis.

Pressemitteilung

Mo, 12. Jun 2017

AStA Uni Köln lehnt Studiengebühren in jeglicher Form ab
Schwarz-Gelbe Pläne zur Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende sind rassistisch

Köln, 12.06.2017: Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) lehnt den Plan der CDU und der FDP zur Einführung von Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland strikt ab. Am Freitag haben CDU und FDP bekannt gegeben, dass sie zwar keine allgemeinen Studiengebühren einführen wollen, jedoch nach dem Baden-Württembergischen Modell Studiengebühren für internationale Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland. Nach dem dortigen Modell werden Gebühren in Höhe von 1.500 € pro Semester erhoben, wobei davon nur 300 € bei den Hochschulen ankommen.

„Der gesamte Bildungsweg muss kostenfrei sein! Und zwar unabhängig von der Herkunft der Menschen!“ so die 1.AStA-Vorsitzende Imke Ahlen. „Gerade Studierende aus Nicht-EU-Staaten haben schon jetzt genügend Probleme und Herausforderungen. Sie dürfen aufgrund strenger Gesetze – zumindest teilweise – nicht arbeiten und können so nur schwierig ihren Lebensunterhalt in der Bundesrepublik bestreiten. Durch die Einführung von Studiengebühren wird diese Problematik noch verschärft.“

„Es ist perfide, ausgerechnet diejenigen zur Kasse zu bitten, die kein Wahlrecht besitzen“ empört sich Maren Scholz, Referentin für Antidiskriminierung und Kultur. „In Köln gibt es ein hervorragendes Netzwerk internationaler Hochschulgruppen, das durch dieses Vorhaben existenziell gefährdet wird. Wir brauchen keine Hochschulmaut, sondern eine bessere Finanzierung der Hochschulen durch die öffentliche Hand.“ Weiterhin sei es „ein politisch fragwürdiges Zeichen, ausgerechnet in einer Hochphase des Fremdenhasses, Maßnahmen wie diese einführen zu wollen“ führt Scholz weiter aus.

Lena Snelting, Politikreferentin, ergänzt abschließend: „Schon die Einführung von Studiengebühren durch die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg haben wir vehement abgelehnt. Insbesondere, da dort die Studiengebühren zur Sanierung des Landeshaushalts eingeführt wurden.
Durch die Einführung der Gebühren hat Baden-Württemberg an Attraktivität verloren. Dies wird uns in Nordrhein-Westfalen durch die Gebühren genau so ereilen. Deswegen kämpfen wir weiterhin mit unseren Bündnispartnern dem Landes-ASten-Treffen, dem Bundesverband ausländischer Studierender und dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren gegen die Pläne von CDU und FDP zur Einführung von Studiengebühren in NRW!“

Am Donnerstag den 01.06. ab 10 Uhr geschlossen

Do, 1. Jun 2017

Am Donnerstag den 01.06. bleibt der AStA auf Grund einer AStAinternen Veranstaltun mit allen seinen Betriebsteilen ab 10 Uhr geschlossen.

Das war das AStA-Wahlforum zur NRW Landtagswahl 2017

Mi, 26. Apr 2017

Von Einhörnern, Entwicklungsländern und elternunabhängigem BAföG
Das war das AStA-Wahlforum zur NRW Landtagswahl 2017

Von Fabian Schäfer

Zu Beginn folgt der Aufruf an die fast 300 Studierenden und Gäste, doch bitte das WLAN am Smartphone auszuschalten. Der Facebook-Livestream benötige alle verfügbaren Ressourcen. Verwirrtes Raunen und hämisches Gelächter im Publikum, und Piraten-Politiker Joachim Paul kann sich ein Lachen nicht verkneifen. 

Wie passend, dass die Moderatoren Pia Behme und Alexander Nudelmann vom Uni-Radio KölnCampus die AStA-Diskussionsrunde zur Landtagswahl ausgerechnet mit dem Thema Digitalisierung beginnen. „In diesem Bereich ist NRW ein Entwicklungsland, und das ist nicht das einzige, was mangelhaft ist“, zeigt sich Özlem Demirel, Spitzenkandidatin der Linken, von Anfang an entschlossen kämpferisch. Für sie und ihre Partei geht es immerhin um den Einzug in den Landtag.

Wie sollen 30 Hochschulen schaffen, was Köln alleine nicht schafft?

„Dem muss ich völlig widersprechen“, entgegnet Norbert Walter-Borjans, SPD-Finanzminister. Bei fünf Milliarden Euro, die die Landesregierung in die Universitäten und Hochschulen investiert, werde deutlich, welche Bedeutung man den Hochschulen beimisst. „Da merkt man, dass eine Menge abgeht, aber noch nicht genug.“ 

Für den wissenschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Stefan Berger, ist Digitalisierung jedoch nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Haltung. Er träumt vom größten europäischen digitalen Hochschul-Raum. So könne ein Kölner Student auch eine Vorlesung in Paderborn anschauen und sich anrechnen lassen. „Das ist relativ einfach möglich“, sagt er. Moderatorin Pia Behme konnte es sich nicht verkneifen, die Probleme mit Klips2 anzusprechen: „Wenn das eine Uni schon nicht schafft, wie dann 30 Stück?“, wofür sie zustimmenden Applaus und Lachen erntet.

Linke und FDP können sich einig sein

Einiger geht es beim Thema Studiengebühren zu. Da steht nur Lorenz Deutsch von der FDP mit seiner Forderung, die 2011 abgeschafften Gebühren wiedereinzuführen, ganz alleine da. „Es leuchtet uns nicht ein, dass die Privilegien einer Hochschulbildung nicht solidarisch in einem klugen System zurückgegeben werden.“ „Bildung ist keine Ware“, „Dafür sind Steuern da“, „Studieren muss gebührenfrei bleiben“ entgegnet das linke Lager fast gleichtönend.

Stefan Berger (CDU) verwies darüber hinaus darauf, dass auch ohne Studiengebühren mehr Geld in die Bildung gesteckt werden müsse. Während NRW nur 5000 Euro pro Studierendem ausgibt, seien es in Thüringen 9000 Euro. Dort gebe es ja auch eine linke Bildungsministerin, sagt Özlem Demirel. Punkt für sie.

Dann tritt der seltene Moment auf, wo die linke Spitzenkandidatin der FDP zustimmt: Beide fordern elternunabhängiges BAföG. Während die Linken die aktuellen Sätze erhöhen wollen, würden die Liberalen am liebsten 300 Euro für alle Studierenden plus eventuelle Zuschüsse zahlen. „Wie soll man davon leben?“, fragt Sven Lehmann von den Grünen schockiert. 

Oder einfach Autos abschaffen?

Für ihn die perfekte Überleitung zum Thema Wohnen. „Wir müssen bauen“, sagt der Vorsitzende der Grünen in NRW. „Und dabei auch in die Höhe denken.“ In dem Punkt sind sich alle einig, auch wenn jede Partei andere Lösungen vorschlägt. Am kreativsten ist da noch die PARTEI: Wieso nicht einfach in Parks schlafen? „Da ist es schön und gemütlich“, sagt der aus dem Fernsehen bekannte Kriminologe und Spaßpolitiker Mark Benecke. Außerdem möge er Einhörner, bemerkte er beiläufig. „Wir auch!“, antwortete Sven Lehmann (Grüne) sofort. „Und bei den Piraten halten Einhörner sogar Reden“, ergänzte Joachim Paul. Beste Voraussetzung also für eine Einhorn-Koalition.

Statt auf Huftiere setzen die Piraten jedoch schon lange auf einen fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr, erklärte Joachim Paul, der für die Piraten im Landtag sitzt. Diese Idee haben auch die Linken und die Grünen übernommen. Sven Lehmann forderte angesichts eines „Himmelfahrtskommandos am Fahrscheinautomaten“ ein einheitliches Ticket, mit dem alle für zwei Euro am Tag durch ganz NRW fahren können. 

„Oder wir schaffen Autos ganz ab“, schlägt Mark Benecke (PARTEI) vor. „Dann haben wir ein Problem weniger.“ Manchmal sind es eben doch die einfachen Lösungen, auf die es ankommt. Dann bitte aber auch Wohnungsnot, Finanzierungsängste und schlechtes WLAN abschaffen. 

        

Fahrradwerkstatt am 13.04. geschlossen

Mi, 12. Apr 2017

Leider muss die Fahrradwerkstatt am Donnerstag den 13.04. geschlossen bleiben. Wir hoffen auf euer Verständnis!

Neuer AStA-Vorstand gewählt

Mi, 3. Feb 2016

Köln, den 03.02.2016

Das 61. Studierendenparlament hat in seiner Sitzung vom 02.02.2016 Katharina Letzelter zur neuen 1.AStA-Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit den bisherigen Amtsinhaber Jakob Köhne ab. Die bestehende Koalition aus den Unabhängigen und der Juso Hochschulgruppe soll fortgeführt werden.
„Ich freue mich sehr über das breite Vertrauen des Parlaments“, sagte Letzelter (Juso Hochschulgruppe), die mit 37 von 51 Stimmen gewählt wurde, obwohl die Koalition nur über 27 Sitze verfügt. „Meine Aufmerksamkeit wird sowohl auf dem Kampf gegen schlechte Studienbedingungen und bestehende Auslauffristen einzelner Studiengänge liegen. Besonders wichtig ist mir aber auch, dass Rassismus und Sexismus auf dem Campus keinen Platz finden. Ein wichtiger Schritt dafür ist die erneute Schaffung eines Referats für Antidiskriminierung und Kultur, während wir ein weiteres für Ökologie und Infrastruktur einrichteten.“

Die Fortführung der bisherigen AStA-Koalition zwischen Unabhängigen und Jusos bewertet Letzelter folgendermaßen: „Im letzten Jahr konnte viele wichtige Projekte durchgeführt werden und in den Gesprächen bestand Konsens, dass diese Arbeit gut weitergeführt werden kann. Durch die neue Schwerpunktsetzung in den Bereichen Ökologie und Infrastruktur gibt es in diesem Jahr deutlich mehr Potential. In dieser Linie sehen wir uns auch durch das Wahlergebnis bestätigt.“ Die neue 2.Vorsitzende Roxana Smalberger (Die Unabhängigen) wurde ebenfalls gewählt.

Kontakt für Rückfragen:
Katharina Letzelter

Petition: Fristverlängerung für Studienordnungswechsel in der Phil. Fakultät

Mi, 27. Jan 2016

Die Fachschaften Anglistik und Geschichte haben eine Petition (gerichtet an den Dekan der Philosophischen Fakultät) gestartet, um

  • eine Verlängerung der Frist für den Studienordnungswechsel
  • die Anerkennung aller erbrachter Studienleistungen bei Studienordnungswechsel
  • eine Verbesserung der Kommunikation seitens des Dekanats

zu erreichen.

 

Weitere Infos und das Formular zum unterschreiben findet ihr unter:

https://www.change.org/p/dekan-der-philosophischen-fakult%C3%A4t-der-universit%C3%A4t-zu-k%C3%B6ln-1-verl%C3%A4ngern-sie-die-frist-f%C3%BCr-wechsel-in-die-neuen-studienordnungen-der-bachelorstudieng%C3%A4nge-bis-2019-2-halten-sie-sich-an-die-vorgaben-des-k%C3%B6lner-modells-und-rechnen-sie-bei-einem-wechs