Referentin: Julia Haas
Sprechstunde: Donnerstag 14-16 Uhr
Die Sprechstunde findet im Infopoint im Seminargebäude statt.
Telefon: 0221 470 2995
E-Mail: kriwi@asta.uni-koeln.de (kriwi null@null lists NULL.asta NULL.uni-koeln NULL.de)
Anschrift
AStA der Universität zu Köln
- Referat für Kritische Wissenschaften und Antidiskriminierung -
Universitätsstr. 16 (Studierendenhaus, 1. OG)
50937 Köln
Kritische Wissenschaften
Der Zweck der Wissenschaften besteht darin, Erkenntnisse zu gewinnen, die dem Menschen dienen und seine Entwicklung hin zur Freiheit fördern. Obgleich niemand an der Universität diesen Grundsatz offen ablehnen würde, zeigt die Praxis häufig ein anderes Bild: intransparente Strukturen, Unsicherheit und Stress, fragwürdige Lehrmeinungen und last but not least die Fremdbestimmung durch Drittmittelprojekte.
Kritische Wissenschaft besteht demnach in Selbstkritik, d.h. in der Selbstverpflichtung diesen Grundsatz durchzusetzen. Welche Aufgaben sich hieraus u.a. ergeben, kann in den folgenden drei Punkten kurz wiedergegeben werden:
1) Wissenschaftler*innen greifen durch ihre Tätigkeit bewusst oder unbewusst in den Lebensweg vieler Menschen ein. Dies betrifft nicht nur die Studierenden und die Angestellten der Universität. Die Ergebnisse ihrer Forschung haben gesamtgesellschaftliche Konsequenzen. Hieraus ergibt sich die Pflicht zur Verantwortung in Forschung und Lehre.
2) Die Pflicht zur Verantwortung nimmt eine besondere Form an, wenn der Mensch selbst Gegenstand der Forschung ist. Alle Aussagen über die Natur des Menschen oder über die Gesellschaft wirken immer normativ, d.h. sie lenken soziales und politisches Handeln. Die Ergebnisse solcher Wissenschaften werden nicht einfach in Weltanschauungen (eingebaut) integriert, sondern bringen diese oftmals erst hervor. Verantwortung erfordert daher in diesem Bereich eine genaue Reflexion der Perspektive bzw. der eigenen Stellung in der Gesellschaft.
3) Wissenschaften arbeiten mit einem Bezugsrahmen allgemeinverbindlicher Theorien, den sog. Paradigmen. Ihr Zweck ist es, Wissenschaft und Pseudowissenschaft voneinander abzugrenzen. Allerdings sind Paradigmen und die aus ihnen resultierende Lehrmeinung ein zweischneidiges Schwert, da sie sich nicht nur dahingehend auswirken, dass die Pseudowissenschaft „draußen“ gehalten wird, sondern gleichermaßen veraltete oder unsinnige Theorien „drinnen“ hält. Hierdurch schlägt die eigentliche Schutzfunktion der Paradigmen um, so dass Fortschritt verhindert wird. Dementsprechend ergibt sich die Notwendigkeit, auch die Paradigmen selbst zu diskutieren und Ansätze abseits des Mainstreams zu prüfen.
Daher werden wir im Sommer 2012 und im Winter 2012/2013 Veranstaltungen anbieten, die sich mit relevanten, gesellschaftlich-kritischen Themen auseinandersetzen.
Antidiskriminierung
Der AStA setzt sich für Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander im Alltag an der Universität und darüber hinaus ein. Strukturelle Diskriminierung und der Einfluss diskriminierender Gruppierungen, wie z.B. Burschenschaften und Corps, werden von uns entschieden bekämpft. Der AStA wendet sich gegen Menschenfeindlichkeit jeder Art. Homo- und Transphobie, Sexismus, Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus erteilen wir eine klare Absage.
Daher unterstützt der AStA die emanzipatorischen autonomen Referate sowie den Antifa-AK, er setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die wissenschaftliche Dekonstruktion von Gendervorstellungen ein. Darüber hinaus werden wir in enger Absprache und Kooperation mit den autonomen Referaten und dem Antifa-AK das „festival contre le racisme“, die „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie“ sowie weitere Veranstaltungen durchführen. Wir werden uns für die Bestrebungen der autonomen Referate einsetzen, sie in die Satzung der Studierendenschaft aufzunehmen.
Projektleiter*innen im Referat:
Cigdem Ronaesin, Eva-Maria Schmidt, Laura Lemmer, Cedric Waßer, Stefan Holz






