Das festival contre le racisme (#fclr) ist eine Veranstaltungsreihe, die sich mit den gesellschaftlichen Problemen um Rassismus, Xenophobie und ähnlichen fremdenfeindlichen Diskriminierungsweisen auseinandersetzt und sich gegen jegliche Diskriminierung positioniert. Das #fclr wird in Deutschland seit einigen Jahren an verschiedenen Universitäten von den jeweiligen ASten bzw. vergleichbaren Trägern organisiert. Jedes Jahr rufen der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) mit dem Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) zu den Aktionswochen auf und geben ein Thema vor – wie beispielsweise „Identität“ (2017) oder „Antiziganismus“ (2016).

An der Universität zu Köln richtet der AStA das festival contre le racisme bereits seit über 15 Jahren aus. Durch das #fclr werden rassistische Strukturen innerhalb der Gesellschaft beleuchtet und aufgezeigt. Es bietet so die Möglichkeit, sich mit diesen Strukturen auseinanderzusetzen, um sie bekämpfen zu können. Auch kann die Sichtbarkeit der von Rassismus betroffenen Gruppen gefördert werden und sie empowern. Dazu finden verschiedene inhaltliche und kulturelle Programme statt – in Form von Workshops, Vorträgen, Open Air Kino Abenden, Theaterstücken, Ausstellungen und ähnlichem. Als Abschluss findet nun seit einigen Jahren schon ein großes Abschlusskonzert statt, bei dem bereits Künstler wie BSMG, Neufundland, Chefket, Mono & Nikitamann, Kasalla, Brings, Blackmail, Turbostaat, oder Olli Schulz aufgetreten sind.

Unsere #fclr17 Aktionswochen finden vom 11.-23. Mai statt. Weitere Infos über unsere anderen Veranstaltungen hier auf facebook oder in unserer VORLAUT zum Festival contre le racisme bald an der Uni!
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Veranstaltet wird das festival contre le racisme in Köln vom AStA der Universität zu köln.

festival Titelbild

Seit Jahren fester Bestandteil des Sommersemesters an der Universität zu Köln ist das vom AStA Uni Köln veranstaltete festival contre le racisme.
Auch in diesem Jahr bietet der AStA viele Veranstaltungen zum Thema Rassismus an.
Neu ist das Cinéma du festival – Open Air Kino am 23.+30. Mai. Der Höhepunkt ist natürlich wieder das große Open-Air Konzert, in diesem Jahr auf dem Albertus Magnus Platz am 1. Juni.
Programmbegleithefte liegen während der Mensaöffnungszeiten auf den Tischen aus, außerdem findet ihr diese auch an den klassischen Flyerpunkten auf dem Campus.

 

 

Unsere #fclr18 Aktionswochen des festival contre le racisme finden dieses Jahr vom 04. – 13. Juni statt!

Das festival findet dezentral in vielen Studierendenschaften statt und stellt sich gegen Rassismus & Fremdenfeindlichkeit, informiert und sensibilisiert, empowert und verbindet. Dieses Jahr haben wir neben unserem großen Abschluss-Konzert am 13. Juni direkt auf dem Albertus-Magnus-Platz unter anderem Open Air Kino organisiert, Kabarett mit Till Reiners, ein  Theaterstück in Kooperation mit dem anyway Köln, Vorträge u.a. mit Tupoka Ogette und einiges mehr organisiert.

Das Programm sieht wie folgt aus:

Mo, 4.6. – Till Reiners: Stand-Up Spezial
https://www.facebook.com/events/1997925697127645/?ti=icl

Di, 5.6. – Open Air Kino „300 Worte Deutsch“
https://www.facebook.com/events/1764261093630302/?ti=icl

Mi, 6.6. – Open Air Kino „Monsieur Chocolat“
https://www.facebook.com/events/439042976547624/?ti=icl

Do, 7.6. – Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und was der Fußball dazu beitragen kann
https://www.facebook.com/events/2062524770635255/?ti=icl

Fr, 8.6. – Köln Spricht „Uni Köln Edition“
https://www.facebook.com/events/217625208969794/?ti=icl

Mo, 11.6. – Theater „My Story, My Values“ – anyway Köln
https://www.facebook.com/events/2126118904278440/?ti=icl

Di, 12.6. – Lesung „Exit Racism“ – mit Tupoka Ogette [gefördert von der Doris Wuppermann Stiftung]
https://www.facebook.com/events/173884296607913/?ti=icl

Di, 12.6. – Open Air Kino „Leroy“
https://www.facebook.com/events/173179796675575/?ti=icl

Mi, 13.6. – Open Air Konzert: BSMG, Neufundland, uvm
https://www.facebook.com/events/170893360238777/?ti=icl

Durchgängig, 05.06. – 14.06.:

Ausstellung „Yallah, Yallah!“ – von Jakob Sponholz – Mensa, UG

 

AStA-Sommerfest kann jede*r,
wir organisieren ein festival mit Botschaft:

Mit Vorlesungen, Kabarett, Kinos, Ausstellungen und Konzerten wollen wir eine Öffentlichkeit für das Problem Rassimus schaffen und uns gegen Fremdenhass & Xenophobie positionieren.

Die #fclr19 Aktionswochen des AStA Uni Köln finden vom 20.-29. Mai statt.

Infos über die Veranstaltungen bekommst du auf facebook und als Download im ProgrammheftSeite 1 / Seite 2.

In diesem Jahr neu:

  • Sondertag für Lesungen, Vorträge und Kabarett am Mo, 27.05.
  • Poetry Abend mit „Reim in Flammen“ am Di, 21.05.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist wie immer frei!

Kurzübersicht:

Hörsaal XXI – Mo, 20.05.2019 – 18.00 Uhr

LESUNG – „Ein Neger darf nicht neben mir sitzen. Eine deutsche Geschichte.“ David Mayonga

Hörsaal 113, IBW-Gebäude – Mo, 20.05.2019 – 18:00

VORTRAG – „Rassismus an Universitäten. Es kommt nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern wer was sagt!“ Prof. Dr. Karim Fereidooni

Foyer EG – Mensa Zülpicher Str. – Di, 21.05.2019 – 17:00 Uhr

VERNISSAGE – „Hass vernichtet“ – Ausstellung von Irmela Mensah-Schramm.
Die Ausstellung läuft vom 21.-29.05.19.

Aula 3, HumF – Di, 21.05.2019 – 19.30 Uhr (Einlass 19:00)

POETRY SLAM – „Reim in Flammen goes Hörsaal“

Der charmanteste Poetry Slam der Welt kommt nun auch zu uns an die Uni. Lasst euch von Kreativität und Wortwitz verzaubern. Im Rahmen des festival contre le racisme setzen auch junge Dichter*innen und Denker*innen ihr Zeichen.

Mit dabei sind:
Aylin Celik (Düsseldorf)
Noah Klaus (Berlin)
Miedya Mahmod (Bochum)
& Jean-Philippe Kindler (Bochum)

HumF-Wiese – Mi, 22.05.2019 – 20:00 Uhr 

OPEN AIR KINO „Die brilliante Mademoiselle Neïla“ Kopfhörerkino – im Open Air Kino auf der HumF-Wiese, bei schlechtem Wetter in Aula 3, Filmbeginn bei Sonnenuntergang, Innen früher. Vorher Livemusik. Der Film wird in Französisch und Deutsch angeboten.

HumF-Wiese – Do, 23.05.2019 – 20:00 Uhr

OPEN AIR KINO „Black Panther“ Kopfhörerkino – im Open Air Kino auf der HumF-Wiese, bei schlechtem Wetter in Aula 3, Filmbeginn bei Sonnenuntergang, Innen früher. Vorher Livemusik. Der Film wird in Englisch und Deutsch angeboten.

Hörsaal F – Do, 23.05.2019 – 18.00 Uhr

VORTRAG „Zur Repräsentation des Anderen. Ausstellungen zum Thema Migration und ihre bildliche Vorstellungsweisen.“ Tim Wolfgarten

HumF-Wiese – Fr, 24.05.2019 – 20:00 Uhr

OPEN AIR KINO „Mediterranea“ Kopfhörerkino – im Open Air Kino auf der HumF-Wiese, bei schlechtem Wetter in Aula 3, Filmbeginn bei Sonnenuntergang, Innen früher. Vorher Livemusik. Der Film ist Mehrsprachig mit deutschen Untertiteln.

Hörsaal E – Mo, 27.05.2019 – 16:00 Uhr 

LESUNG – „Eine Träne. Ein Lächeln” Luna Al-Mousli 

Hörsaal E – Mo, 27.05.2019 – 18.00 Uhr 

VORTRAG – „Was bedeutet Solidarität heute? Von gegenseitiger Hilfe zu solidarischen Netzwerken“  Lisa Doppler 

Hörsaal XII – Mo, 27.05.2019 – 18.00 Uhr

LESUNG – „Versteh einer die Deutschen!: Firas erkundet ein merkwürdiges Land“  Firas Alshater

Hörsaal C – Mo, 27.05.2019 – 19:30 Uhr 

KABARETTISTISCHER VORTRAG – „Roma. Geschieden. Großvater. Schwul. Verheiratet.“ Gianni Jovanovic 

HumF-Wiese  Di, 28.05.2019 – 16:00 bis 22:00 Uhr 

OPEN AIR KONZERTmit Secret Headliner, Miljö, Beranger, Kaleo Sansaa, Conscious Culture und Parking Lot Flowers 

Hörsaal F – Mi, 29.05.2019 – 18.00 Uhr 

VORTRAG – „Völkische Mobilisierung. Die Radikalisierung der AfD in der Debatte über die Flüchtlings- und Asylpolitik“  Dr. Marc Grimm 

 

Das festival contre le racisme findet in diesem Jahr von 25. bis 30. Mai mit digitalen Veranstaltungen statt. Hier findet ihr die vollständige Übersicht der Veranstaltungen mit den jeweiligen Anmelde- und Einwahldaten.


Dienstag, 25. Mai 2021

14:00 bis 16:00 Uhr

„ver|lern|raum. Rassismuskritische Praktiken am Museum“ (Museum Ludwig; Antidikriminierungsbüro Köln)

Das Projekt-Team von ver|lern|raum führt digitale Werkbetrachtungen zur Sammlung des Museum Ludwig mit empowernden Teilen von und für Bi*PoC sowie Reflexionsräume für weiße Personen bzw. Personen mit weißen Privilegien durch. Nach einer kurzen gemeinsamen Einführung steigen wir in zwei parallel laufende Werkbesprechungen zu Arbeiten von Bi*PoC-Künstler*innen ein. Bei dieser Veranstaltung geht es um Arbeiten Schwarzer Künstler*innen. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Wir arbeiten mit getrennten Räumen, da der „Raum“ in dem Kunst gesehen, erlebt und wahrgenommen werden kann, maßgeblich beeinflusst wird von unseren eigenen Erfahrungen und Positionierungen in der Gesellschaft. Im einen Raum laden wir Bi*PoC-Teilnehmer*innen zu einer Werkbesprechung mit empowernden Elementen ein. Im anderen Raum möchten wir mit der Herangehensweise kritischer Weißseinstheorien mit den Teilnehmer*innen in eine Reflexion gehen. Dieser Raum richtet sich in erster Linie an weißprivilegierte Menschen, ist aber offen für alle. Bei beiden Werkbesprechungen wollen wir Dialoge führen.

Referent:innen:

  • Dominik Fasel (er/ihm) – Historiker und Kulturvermittler of Color. Im Museumsdienst Köln ist er seit 2019 für mehr Diversität im Programm zuständig.
  • Mbingo Itondo (sie/ihr) Schwarze Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Mitbegründerin des Kollektivs Schwarzes Haus und Projektmanagerin. Bei ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit widmet sie sich Themen wie Erinnerungskultur, (Medien-)Ästhetik, Videokunst, Affekte und Wahrnehmung.
  • Sandra Karangwa (sie/ihr) – Schwarze Kunsthistorikerin und Museumspädagogin im Kunstmuseum Bonn, arbeitet zudem seit 2016 als Beraterin und Referentin im AntiDiskriminierungsBüro Köln mit dem Schwerpunkt auf Empowerment für rassifizierte Menschen.
  • Selma Lampart (kein Pronom) – Als weiße* Kunsthistoriker*in, Kurator*in und Künstler*in setzt Selma sich praktisch und theoretisch mit kritischem Weißsein und postkolonialen Theorien in Repräsentation, Darstellungs-  und Sehgewohnheiten in Kunst, Kultur und Gesellschaft auseinander.
  • Diana Schuster (sie/ihr) – weiße Kunsthistorikerin und ehemalige wissenschaftliche Volontärin im Bereich Kunstvermittlung am Museum Ludwig. Sie setzt sich aus ihrer Praxis als Kunstvermittlerin für diskriminierungsfreiere Museen ein.

Anmeldung: Meldet euch bitte unter der Angabe, in welchem Raum ihr teilnehmt, bei dominik.fasel@stadt-koeln.de bis zum 20. Mai 2021 an.

Teilnahme: via Zoom – der Link wird bei Anmeldung versendet.


17:00 Uhr

“Kolonialmetropole des Westens” – Köln und der deutsche Kolonialismus (Marianne Bechhaus-Gerst)

Die deutsche Kolonialvergangenheit ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit lange Zeit kaum präsent gewesen. Auch in der Kölner Lokalgeschichtsschreibung spielte diese Epoche keine Rolle. Dabei kann man Köln als ehemalige „Kolonialmetropole des Westens“ bezeichnen. Die einflussreichen Kölner Familien und Wirtschaftsunternehmen beteiligten sich am „kolonialen Projekt“ des Deutschen Reiches; koloniale Themen spielten an der Universität, in den Missions- und Kolonialgesellschaften sowie in der Presse über viele Jahre eine große Rolle. Auch nach dem Verlust der Kolonien mit dem Ende des 1. Weltkriegs engagierte man sich auf vielfältige Weise für die Rückgewinnung der verlorenen Gebiete. Während der NS-Zeit beteiligte man sich auch in Köln an den Planungen für ein afrikanisches Großreich. An der Universität gab es noch bis 1943 eine „Zentralstelle für Kolonialfragen“. Der Vortrag führt in die vielschichtige koloniale Vergangenheit Kölns ein und stellt die verschiedenen kolonialen Akteure und Institutionen vor. Marianne

Referent:in: Bechhaus-Gerst ist Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit vielen Jahren forscht und schreibt sie zu afrodeutscher Geschichte, zu deutsch-afrikanischen Begegnungsgeschichte und zu deutschen Kolonialgeschichte. Darüber hinaus ist sie als Anti-Rassismus-Trainerin und Critical Whiteness-Coach tätig.

Anmeldung: keine Anmeldung nötig

Teilnahme: via Zoom unter https://uni-koeln.zoom.us/j/97192024611?pwd=SllTRm1vRmZ6UDE2YlVMU2s1NHZSdz09


19:00 Uhr

Kritisches Weißsein und Verbündetenarbeit – Was bedeutet das? (OegG e.V.; Ilka Simon; Pamoja Afrika)

Für Menschen, die keine eigenen negativen Rassismuserfahrungen machen, bleibt Rassismus häufig unsichtbar. Werden sie auf Rassismus aufmerksam gemacht, reagieren sie oftmals mit Abwehrmechanismen. Die kritische Weißseinsforschung beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie es dazu kam, dass Weißsein häufig unbenannt bleibt und als „normal“ wahrgenommen wird und was dies mit weißen Menschen macht. Der Vortrag bietet einen ersten Einblick in die kritische Weißseinsforschung und zeigt gängige Abwehrmechanismen weißer Menschen auf. Er beschäftigt sich zudem mit der Frage, was eine gute verbündete Person ausmacht und was dies für den eigenen Alltag bedeuten kann. Er richtet sich an Menschen, die selbst keine Rassismuserfahrungen machen und sich noch nicht oder sehr wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Referent:in: Ilka Simon (sie/ihr) arbeitet seit 2012 als Koordinatorin, Referentin und Beraterin beim ADB Köln. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Verbündetenarbeit und kritisches Weißsein, Rassismus und Sprache, institutioneller Rassismus bei der Polizei sowie rassistische Ausschlusspraxen im Bereich Güter- und Dienstleistungen. Sie hat darüber hinaus Erfahrungen als systemische Beraterin sowie Antibias-Trainerin.

Anmeldung: über Google-Formular (bis 24. Mai)

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung zugesendet



Mittwoch, 28. Mai 2021

19:00 Uhr

Über Rassismus und Widerstand – Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte [Lesung] (Andreas Nakic, Marianne Bechhaus-Gerst, Sunga Weineck)

Andreas Nakic wird am 16.08.1962 in Denver/Colorado als uneheliches Kind der 19-jährigen weißen US-Amerikanerin Diane Elizabeth Robbie und des äthiopischen Austauschstudenten Bekele Walde Semayat geboren. Er wird zur Adoption freigegeben und nach drei Jahren im Heim von einer weißen deutsch-amerikanischen Familie adoptiert, die bereits vier leibliche Söhne hat. Die Adoptiveltern lassen ihn spüren, dass er anders ist und eigentlich nicht dazu gehört. Psychische wie physische Gewalt prägen das Leben in der Familie. In der Schule, im gesellschaftlichen Umfeld und in der Adoptivfamilie gehören rassistische Übergriffe für ihn zur alltäglichen Erfahrung. Doch Andreas setzt sich zur Wehr, erkämpft mit 17 seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen. Mit 51 beschließt er, seine leibliche Mutter zu suchen. Die Wiedervereinigung von Mutter und Sohn findet im Herbst 2013 in Köln statt. Schnell stellt sich heraus, dass beider Leben von Lug und Betrug durch ein jeweils vermeintlich wohlmeinendes Umfeld geprägt wurde.

Das Buch entstand auf der Grundlage von Interviews, in denen Andreas seine Lebensgeschichte in seinen eigenen Worten, unzensiert und roh, erzählen konnte. Auch Andreas Mutter kommt zu Wort und beschreibt ihre Erfahrungen mit Verlust und Wiedervereinigung. Ergänzt werden die Interviews und Erfahrungsberichte durch Sachtexte, die helfen sollen, die individuellen Lebensgeschichten in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.

Referent:innen:

  • Andreas Nakic wurde 1962 als Sohn einer weißen US-Amerikanerin und eines Äthiopiers in den USA geboren. 1965 von einer deutsch-amerikanischen Familie, kam er 1967 nach Deutschland. 2013 traf er zum ersten Mal seine leibliche Mutter. Er lebt seit vielen Jahren in Köln und arbeitet als Gewaltpräventions-/Deeskalations- und Kampfkunst-Trainer.
  • Marianne Bechhaus-Gerst ist Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit vielen Jahren forscht und schreibt sie zu afrodeutscher Geschichte, zu deutsch-afrikanischen Begegnungsgeschichte und zu deutschen Kolonialgeschichte. Darüber hinaus ist sie als Anti-Rassismus-Trainerin und Critical Whiteness-Coach tätig.
  • Sunga Weineck ist in Köln aufgewachsen und arbeitet seit 30 Jahren als freier Schauspieler für Bühne, Film und Fernsehen. Seit Sommer 2020 ist er außerdem als Inklusionshelfer an einer Grundschule tätig.

Anmeldung: keine Anmeldung nötig

Teilnahme: via Zoom unter https://uni-koeln.zoom.us/j/94573594385?pwd=cTRMcW9DelIrTUhZdE00aEpxYmRaQT09



Donnerstag, 27. Mai 2021

14:30 bis 18:00 Uhr

BIPoC-Empowerment Workshop (OegG e.V.; Sandra Karangwa)

Schwarze Menschen und Menschen of Color machen in ihrem Leben oft schmerzhafte Erfahrungen, die auszudrücken und zu verarbeiten sehr viel Kraft kostet. Wie schaffen wir es, Strukturen aufzubauen und geschützte Räume zu kreieren, in denen wir uns unseren Bedürfnissen widmen können? Wie können wir miteinander fühlen, lernen, uns transformieren und unsere Energien und Visionen miteinander teilen? Dieser Empowerment-Space möchte dazu einladen, in einen methodisch angeleiteten Austausch zu gehen rund um diese Fragen zu gehen. Der Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung unserer körperlich abgespeicherten Erfahrungen und einem möglichen Umgang damit. Dieser Empowerment-Space lebt von eurer Mitgestaltung und euren Ideen. Seid ihr schon in empowernden Netzwerken, Projekten oder Gruppen aktiv oder kennt Räume, die für rassismuserfahrene Menschen genutzt werden können? Dann bringt euch und eure Erfahrungen und Ideen sehr gerne mit ein. Der Workshop richtet sich ausschließlich an Menschen, die in ihrem Leben Rassismuserfahrungen machen.

Referent:in: Dieses Angebot wird begleitet von Sandra Karangwa, Schwarze Aktivistin und Referentin und Beraterin im Anti-Diskriminierungs Büro Köln (Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.)

Dauer: 3 Stunden

Anmeldung: über Google-Formular (bis 24. Mai)

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung zugesendet


16:00 Uhr

Die Universität Köln und der Nationalsozialismus (Prof. Dr. Habbo Knoch)

Nach dem Ende des Nationalsozialismus haben sich die deutschen Universitäten lange Zeit als intakte, politikferne Institutionen präsentiert, die ein Opfer des Regimes waren, statt sich in das neue System integriert zu haben. Doch zeigen inzwischen weitreichende Forschungen, wie die Universitäten in vielen Bereichen auch unter aktiver Mitwirkung des wissenschaftlichen Personals zur Unterstützung des Regimes, von Aufrüstung und Verfolgung beigetragen haben. Der Vortrag wird dies für die Kölner Universität näher beleuchten, die einen Sonderstatus hatte: Sie war erst 1919 neu gegründet worden. Hatten die damit verbundene Gründungsidee und die kurze Geschichte bis 1933 Auswirkungen auf das Verhältnis von Nationalsozialismus und Universität?

Referent:in: Prof. Dr. Professor Habbo Knoch ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln und forscht zur Sozial- und Politikgeschichte Deutschlands und Europas.

Anmeldung: keine Anmeldung nötig

Teilnahme: via Zoom unter https://uni-koeln.zoom.us/j/93823339369?pwd=YXdtdzF2TGNJTDJUNE5YMDJkWWVpdz09


19:00 Uhr

Zivile Seenotrettung von Geflüchteten auf dem Mittelmeer – die Arbeit von Sea-Eye e.V. (Sea-Eye e.V.)

Sea-Eye e.V. ist eine zivile Seenotrettungsorganisation, die dem Sterben auf dem Mittelmeer entgegen treten möchte. Die Abschottungspolitik der EU zwingt Menschen, den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu nehmen. Durch Kriminalisierung der Seenotrettung und illegale Pushbacks trägt die EU maßgeblich zum Massensterben im Mittelmeer bei. Da diese Politik auf rassistischen Strukturen beruht, ist unser Einsatz immer auch als antirassistische Arbeit zu verstehen.

In unserem Vortrag gewähren wir Einblicke in die Arbeit von Sea-Eye. Zunächst werden persönliche Erfahrungen während eines Rettungseinsatzes im Mittelmeer geschildert. Danach wird berichtet, wie wir als Lokalgruppe in Köln Sea-Eye e.V. unterstützen.

Anmeldung: Keine Anmeldung nötig

Teilnahme: via Zoom unter https://uni-koeln.zoom.us/j/95734620023?pwd=dVo5dGR3Mkw0MGFNd2ZqRFhUKyt5dz09



Freitag, 28. Mai 2021

14:00 bis 17:30 Uhr

Köln Postkolonial? – Die Gegenwart der kolonialen Vergangenheit (Marianne Bechhaus-Gerst)

Der deutsche Kolonialismus hat tiefe Spuren in den städtischen Räumen hinterlassen.Denkmäler, Straßennamen, Gebäude und Institutionen sind Teil der kolonialen Topografieunserer Städte. Die kolonialen Bezüge sind nur manchmal, zum Beispiel bei Denkmälern oderStraßennamen, noch sichtbar. Häufiger sind sie unsichtbar, teils, weil der Krieg ihre materiellen Manifestationen zerstört hat, teils, weil ihr kolonialer Ursprung oder

Zusammenhang vergessen, ignoriert oder von anderen, nachkolonialen Erzählungen und Zuordnungen überlagert wurde. Hier sind zum Beispiel Museen, Universitäten, Zoos und Botanische Gärten als Orte kolonialer Wissensproduktion und Vermittlung zu erwähnen. Gerade die kritische Auseinandersetzung mit den Spuren, die sich nicht unmittelbar erschließen, steckt vielerorts in den Anfängen. So auch in Köln, der ehemaligen „Kolonialmetropole des Westens“.

Im Rahmen des Workshops sollen unterschiedliche koloniale Erinnerungsorte in Köln „besucht“ werden. Anschließend soll darüber diskutiert werden, wie man mit diesen Orten zukünftig umgehen sollte und wie eine angemessene Erinnerungskultur mit Bezug auf das koloniale Erbe der Stadt aussehen kann und muss.

Referent:in: Marianne Bechhaus-Gerst ist Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit vielen Jahren forscht und schreibt sie zu afrodeutscher Geschichte, zu deutsch-afrikanischen Begegnungsgeschichte und zu deutschen Kolonialgeschichte. Darüber hinaus ist sie als Anti-Rassismus-Trainerin und Critical Whiteness-Coach tätig.

Anmeldung:

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung zugesendet


18:00 Uhr

Geschichte(n) und Lebensrealitäten von Rom:nja und Sinti:ze (RomBuK – Bildung und Kultur im Rom e.V.; Lisa Willnecker; Serçe Berna Öznarçiçeği)

Wer sind Rom:nja und Sinti:ze …

…und was sind ihre Geschichten?

Seit Jahrhunderten sind rassistische Stereotype gegenüber der heterogenen Minderheit auf institutioneller, struktureller und gesellschaftlicher Ebene tief verwurzelt und werden bis heute wenig bis gar nicht gesellschaftlich geächtet. Daher beschäftigen wir uns in dem Vortrag „Geschichte(n) und Lebensrealitäten von Rom:nja und Sinti:ze“ mit den Ausmaßen, Formen und Wirkungsmächten des Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:ze, dessen radikalste Ausprägung der NS-Völkermord ist. Gleichermaßen werden wir historische und aktuelle Strategien gegen den Antiziganismus beleuchten, die sich beispielsweise in Widerstandsaktionen zur Zeit des Nationalsozialismus und in der Zeit nach 1945 durch die Bürger:innenrechtsbewegung zeigen. Der Vortrag möchte einen rassismuskritischen Zugang zu den Geschichte(n) und Lebensrealitäten von Rom:nja und Sinti:ze ermöglichen, zu einer Sensibilisierung für rassistische Bilder und Praxen beitragen und dem Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:ze in all seinen Erscheinungsformen entgegenwirken.

Referent:innen: Serçe Berna Öznarçiçeği und Lisa Willnecker (RomBuK – Bildung und Kultur im Rom e.V.)

Anmeldung:

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung zugesendet



Samstag, 29. Mai 2021

15:00 Uhr

(Post)Koloniale Spuren in der Kölner Südstadt – Eine kritische Stadtteilführung (Decolonize Cologne; Azziza Malanda; Merle Bode) [Programmänderung aufgrund der Infektionslage]

Zur Konzeption einer kolonialkritischen Stadtteilführung (Decolonize Cologne; Azziza Malanda; Merle Bode)

Der deutsche Kolonialismus hat auch in Köln stattgefunden und nachhaltig auf die Stadt und ihre Bewohner*innen gewirkt: Koloniales Denken betraf sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie Alltag, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft.

In unserem Vortrag gehen wir auf verschiedene Aspekte bei der Konzeption unseres kritischen (post)kolonialen Stadtrundgangs in der Kölner Südstadt ein: mit welchen Perspektiven zum Kolonialismus sind wir bei der Recherche konfrontiert, welche Erzählungen können die hegemoniale Geschichtsschreibung kritisch beleuchten, wie finden wir Orte kolonialer Geschichte in unserem Stadtviertel und was hat (post)Kolonialismus eigentlich mit uns persönlich zu tun? Wir richten einen feministischen Blick auf damalige Geschlechterverhältnisse und betrachten kritisch rassistische Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert bis heute.

Referent:innen: Azziza Malanda und Merle Bode, Kölner Historikerinnen der Initiative Decolonize Cologne. Wir bieten in Nicht-Pandemiezeiten kolonialkritische Stadtteilführungen an, um im öffentlichen Raum über die deutsche Kolonialvergangenheit und deren Kontinuitäten in unserer Gesellschaft und in unseren Köpfen zu sprechen.

Anmeldung:

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung versandt


20:00 bis 24:00 Uhr

Abschluss-Stream des fclr 2021 (Referat für Antidiskriminierung und Kultur des AStA der Universität zu Köln)

Teilnahme: Stream via Soundcloud



Sonntag, 30. Mai 2021

15:00 Uhr

(Post)Koloniale Spuren in der Kölner Südstadt – Eine kritische Stadtteilführung (Decolonize Cologne; Azziza Malanda; Merle Bode) [Programmänderung aufgrund der Infektionslage]

Zur Konzeption einer kolonialkritischen Stadtteilführung (Decolonize Cologne; Azziza Malanda; Merle Bode)

Der deutsche Kolonialismus hat auch in Köln stattgefunden und nachhaltig auf die Stadt und ihre Bewohner*innen gewirkt: Koloniales Denken betraf sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie Alltag, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft.

In unserem Vortrag gehen wir auf verschiedene Aspekte bei der Konzeption unseres kritischen (post)kolonialen Stadtrundgangs in der Kölner Südstadt ein: mit welchen Perspektiven zum Kolonialismus sind wir bei der Recherche konfrontiert, welche Erzählungen können die hegemoniale Geschichtsschreibung kritisch beleuchten, wie finden wir Orte kolonialer Geschichte in unserem Stadtviertel und was hat (post)Kolonialismus eigentlich mit uns persönlich zu tun? Wir richten einen feministischen Blick auf damalige Geschlechterverhältnisse und betrachten kritisch rassistische Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert bis heute.

Referent:innen: Azziza Malanda und Merle Bode, Kölner Historikerinnen der Initiative Decolonize Cologne. Wir bieten in Nicht-Pandemiezeiten kolonialkritische Stadtteilführungen an, um im öffentlichen Raum über die deutsche Kolonialvergangenheit und deren Kontinuitäten in unserer Gesellschaft und in unseren Köpfen zu sprechen.

Anmeldung:

Teilnahme: via Zoom – Link wird nach der Anmeldung versandt

 

Dein direkter Kontakt zu den Macher*innen des AStA festival contre le racisme:

  • Du möchtest dich über das aktuelle Programm informieren oder hast allgemeine An-/Fragen zum festival? Infos findest du hier. Solltest du mehr Informationen benötigen, wende dich per E-Mail an fclr@asta.uni-koeln.de
  • Du bist Künstler*in und möchtest dich für das festival contre le racisme bewerben? Dann schreib uns eine E-Mail an festival@asta.uni-koeln.de
    Solltest du binnen 14 Tagen keine Antwort erhalten, konnten wir deine Bewerbung leider nicht berücksichtigen.
  • Du bist Anwohner*in und hast Fragen zum Ablauf, Parkverbot, Lärmemission? Dann schreib uns eine E-Mail an fclr@asta.uni-koeln.de alternativ erreichst du uns telefonisch unter 0221/470-2993 und an den Veranstaltungstagen unter der Notfallnummer 0151/51163727
  • Du bist von einer studentischen Initiative und möchtest einen Infostand auf dem festival Konzert aufstellen? Dann schreib uns eine E-Mail an: festival@asta.uni-koeln.de
  • Du bist Pressevertreter*in und möchtest mit uns Kontakt aufnehmen? Wende dich bitte an unseren Pressesprecher unter presse@asta.uni-koeln.de oder telefonisch unter 0170/3440061