Am 17. Mai 1933 fand in Köln die Bücherverbrennung statt. Bei dieser auch als geistige „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten bezeichneten Veranstaltung wurden vor dem Hauptgebäude der Alten Universität (Heute TH Köln) mehr als 1000 Schriften von verschiedensten Autor*innen vernichtet. Viele dieser  Autor*innen waren jüdischen Glaubens oder gehörten einem der oppositionellen politischen Lager an. Eine entscheidende Rolle spielte dabei auch die damalige deutsche Studierendenschaft, die unter anderem die Ausmerzung des „undeutsche[n] Geist[s] aus öffentlichen Büchereien“ und ein „Schärfstes Einschreiten gegen den Mißbrauch der deutschen Schrift“ forderte. Zwar war die Bücherverbrennung nur ein Vorgeschmack auf die Gräueltaten, die später im Holocaust und im Zweiten Weltkrieg folgen sollten, jedoch gilt sie bereits als klares Indiz für das propagierte Menschenbild und den Säuberungsgedanken der Nationalsozialisten.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns als AStA in einer Projektarbeit ausführlich mit dem Thema der Bücherverbrennung in Köln beschäftigt. Wir sehen uns dabei in der Pflicht, diese Vergangenheit der Studierendenschaft selbstkritisch aufzuarbeiten und uns gegen nationalsozialistisches Gedankengut, für die freiheitliche Meinungsäußerung und für eine diverse Gesellschaft auszusprechen.