Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des „festival contre le racisme“. Alle Infos zum festival gibt es auf der festival-Homepage.

30. Mai 2011 – 10. Juni 2011

Ort: Uni-Mensa
Eine Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V. mit Unterstützung von ver.di – Landesbezirk Nord

In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden. Über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsende Gewalt heute ganz andere Gründe als damals? Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie informiert über Ideologie und Praxis des Neofaschismus und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns. Die Begriffe »Rechtsextremismus«, »Rechtsradikalismus« usw. unterstellen, dass es sich um eine politische Randerscheinung unter vielen handelt. Wir verwenden den Begriff »Neofaschismus«, um deutlich zu machen, dass sich diese politische Bewegung weder in ihren Zielen noch in ihren Methoden und deren Auswirkungen ihrem Wesen nach von ihrem historischen Vorbild unterscheidet.