Der AStA der Uni Köln kritisiert den Vorstoß der rot-grünen Koalition im Rat der Stadt Köln, die Finanzierung des ÖPNV-Ausbaus allein auf die Schultern der Studierenden zu legen, scharf. Der Plan sieht vor, den Ausbau des Nachtverkehrs durch eine Erhöhung der Semesterticketpreise zu finanzieren. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Studierenden die einzige Personengruppe sind, die explizit als Träger einer zusätzlichen Finanzierung erwähnt wird“, kritisiert Alexander Suchomsky, Sozialreferent des AStA. „Dies legt den völlig falschen Schluss nahe, dass nur Studierende vom Nachtverkehr profitieren“, so Suchomsky weiter.

 

Vielmehr ist es so, dass von einem verbesserten öffentlichen Nachtverkehr alle Kölnerinnen und Kölner profitieren. Neben Studierenden begünstigt ein ausgebautes Nachtverkehrssystem auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schichtdienst. Zudem steigert es die Attraktivität der Stadt für Touristen, wodurch die Gastronomie profitiert. Eine einseitige Finanzierung durch die Kölner Studierendenschaft ist daher nicht nachvollziehbar. „Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hat gezeigt, dass Studierende der Kölner Hochschulen heute schon unzähligen sozialen und finanziellen Herausforderungen gegenüber stehen. Die Belastung durch eine Erhöhung des Beitrags zum Semesterticket birgt daher zusätzlichen sozialen Brennstoff“, so Katharina Sass, 2. AStA-Vorsitzende.

 

Nichtsdestotrotz begrüßt der AStA die grundsätzliche Bereitschaft des Rates zum Ausbau des Nachtverkehrs der KVB. „Eine Entscheidung für den Ausbau des Kölner Nachtverkehrs unter der Woche sowie am Wochenende ist lange überfällig“, so Jonas Thiele, 1. AStA-Vorsitzender.