Die Dokumentation eines Kriegsverbrechens

2007, 93 Min. Ein Film von Grimme-Preisträger Frieder Wagner

Dienstag, 31.05.2011, 19:30 Uhr
Hörsaal XII (Hauptgebäude)

Ein Veranstaltung des AStA der Uni Köln, der ESG Kolumbiengruppe und des AK Zivilklausel.

Der 80-jährige deutsche Arzt Siegwart-Horst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von so genannten Urangeschossen aufmerksam und wurde dafür in Deutschland diskreditiert und verfolgt.

Der Film begleitet Professor Günther noch einmal in den heutigen Irak und das Kosovo und dokumentiert so den gefährlichen und außergewöhnlich mutigen Einsatz des rastlosen Arztes um dieses kaum bekannte Kriegsverbrechen, das verheerende gesundheitliche Langzeitfolgen besonders für die Zivilbevölkerung hat, publik zu machen.

Der Einsatz von Uranmunition u. a. in den Kriegen im Kosovo, in Afghanistan und im Irak durch die Alliierten unter Führung der USA wird in Deutschland verschwiegen und geleugnet. Bereits 2004 hatte Frieder Wagner das Thema Uranmunition in der im WDR ausgestrahlten Doku Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra behandelt. Seitdem
hat er keinen Auftrag von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mehr erhalten und für Deadly Dust findet sich bis heute kein Filmverleih.

„Die furchtbaren Folgen der Urangeschosse und -bomben sind die wohl unbequemste Wahrheit überhaupt – deshalb wird sie von der Politik und den Medien systematisch verschwiegen.“

Frieder Wagner (Autor des Films)

Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur Frieder Wagner