Erst Fünfzig Millionen für studentisches Wohnen, nun mehr Geld für die Studentenwerke. Wartezeiten bei BAföG-Anträgen soll so reduziert werden. Beiden Beschlüssen sind massive Kritik und Proteste unter anderem der ASten in NRW vorausgegangen. Es ist schön zu sehen, dass unsere Stimme nicht immer ungehört bleibt.

Mal was für die da unten tun! (mjohn2101@flickr)
Mal was für die da unten tun!

Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass das Land NRW ab 2013 Fünfzig Millionen Euro für das studentische Wohnen zur Verfügung stellen wird. Dass dies nur in Form von zinsgünstigen Krediten geschehen soll, wurde unter anderem auf unserer Podiumsdiskussion „Wohnst du schon oder suchst du noch?“ eher skeptisch gesehen. Dennoch ist die zusätzliche Förderung sicher ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn er mehrere Jahre zu spät kommt, denn der Wohnraummangel ist akut.

-> Artikel der WAZ

Am 02.12.2012 wurde nun bekannt gegeben, dass die Studentenwerke des Landes 3,6 Millionen Euro zusätzliche Mittel erhalten. Diese sollen vor allem dazu eingesetzt werden, neue Mitarbeiter*innen einzustellen, die helfen sollen, die erwartete Flut von BAföG-Anträgen im kommenden Jahr zu bewältigen. Auch dies ist eine überaus begrüßenswerte Wendung. Ausreichend finanziert sind die Studentenwerke hierdurch dennoch nicht; die Mittel zur Finanzierung der Mensen und der Wohnheime sind mehr als knapp.

-> Artikel der WAZ

Man kann ruhig davon ausgehen, dass es in beiden Fällen nicht zu einem Einlenken des Landes gekommen wäre, hätte es nicht solch massive und Lautstarke Kritik seitens der Studierenden und ihrer Vertretungen gegeben. In Köln und anderswo wurde vielfach auf die Wohnraumproblematik aufmerksam gemacht. Der Stau bei den BAföG-Anträgen war lange bekannt. Eine gemeinsame Postkartenaktion vieler NRW-ASten an die Ministerin Svenja Schulze scheint nun tatsächlich von Erfolg gekrönt zu sein.

Die Stimme der Studierenden – eure Stimme – ist laut und stark! Daher ist es wichtig, dass wir immer wieder protestieren, wenn uns an unseren Unis etwas nicht passt! Der nächste Schritt ist eine Reform des Bachelor-/Mastersystems.
Kommt alle zur Vollversammlung am 04.12.2012 um 18 Uhr im Hörsaal A1 (Hörsaalgebäude).

Gemeinsam können wir noch viel erreichen!