Die EU plant, ihr bislang rein zivil ausgerichtetes Forschungsprogramm künftig auch für Dual-Use Projekte zu öffnen. Das bedeutet: Militärische Anwendungsoptionen sollen bereits bei der Ausrichtung von Forschungsvorhaben mitgedacht werden. Dies ist eine Militarisierung der Wissenschaft durch die Hintertür – auf Kosten ziviler Forschung und Entwicklung.
Wolfgang Liebert (Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien) ordnet diese Entwicklung ein. Er analysiert Dual-Use Konzepte im zivil-militärischen Kontext sowie die Interessen, die diese Dynamiken vorantreiben. Im Zentrum steht die Frage: Was bedeutet es für die wissenschaftliche Praxis und für eine friedliche, zivil Entwicklung, wenn militärische Verwertbarkeit zum impliziten Bezugspunkt wird?
Im Anschluss diskutieren wir, wie wir uns dieser Entwicklung entgegenstellen können. Welche Handlungsmöglichkeiten haben Hochschulen, Wissenschaftler:innen und die Zivilgesellschaft? Und wie kann Forschung konsequent an zivilen und friedensorientierten Zielen ausgerichtet werden?
Kommt vorbei, diskutiert mit und werdet aktiv!