Genaue Infos hier: https://www.instagram.com/schulstreik_koeln/
„Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer der Welt richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen oder -tradition zu machen.
Vor allem aber dürfen wir nicht zulassen, dass unsere Gedanken und Bemühungen von konstruktiver Arbeit abgehalten und für die Vorbereitung eines neuen Krieges missbraucht werden. […]
Unsere Waffen seien Waffen des Geistes, nicht Panzer und Geschosse.
Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.“
Albert Einstein, „Für einen militanten Pazifismus“, 1932.
Wir rufen auf: Nein zur Verherrlichung von Militarismus und Krieg durch den „Veteranentag“, Nein zur Vorbereitung neuer Kriege durch die Wehrpflicht, Ja zu Bildung und Wissenschaft für den Frieden!
Gehorchen, sich durch Matsch treiben lassen, Mitmenschen als Bedrohung und Feind begreifen und im Zweifelsfall zu töten, ist Gegenprogramm zu einer zivilen, aufgeklärten und menschenfreundlichen Haltung und fällt hinter bürgerlich-humanistische Maßstäbe zurück. Wer nach der Schule in den „Dienst an der Waffe“ gepresst wird, wird damit in seinem Recht auf persönliche Entfaltung durch wissenschaftliche Bildung an den Hochschulen eingeschränkt. Schon bevor unsere zukünftigen Kommiliton*innen mit studentischer oppositioneller Kultur in Kontakt kommen können, soll so allen Befehl und Gehorsam antrainiert werden. An den Hochschulen sollen gleichzeitig „Zivilklauseln“, die Selbstverpflichtungen der Hochschulen auf zivile und friedliche Zwecke laut Friedrich Merz abgeschafft werden und prekäre Studierende für die Belange der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie geködert werden.
Stattdessen ist aktueller denn je, was in der Charta der Vereinten Nationen zum Ausdruck kommt und auch der Zivilklausel an der Uni Köln zugrunde liegt: Bildung und Wissenschaft sollen der vollen Entfaltung der Persönlichkeit dienen, sie sollen alle befähigen, verantwortlich zu gegenseitigem Verständnis, zu einer menschenwürdigen und friedlichen Welt beizutragen. So, und nur so, lassen sich die globalen Menschheitsfragen lösen: Die Überwindung von Elend und sozialer Ungleichheit, die globale Verwirklichung von Menschen- und Völkerrecht.
Auf zur Aktionswoche vom Schulstreik: Für Geld für Bafög statt für Bomben, für die Verwirklichung der Friedensverpflichtung an den Hochschulen und eine zivile Entwicklung aller Bereiche der Gesellschaft.