An alle, die zur Demo gegen die NATO nach Hamburg fahren wollen: Wir organisieren eine kollektive Hin- und Rückfahrt inklusive der Übernahme der Fahrtkosten. Wenn ihr mitfahren wollt, meldet euch per Mail unter: internationales@asta.uni-koeln.de!
„Krieg braucht die Unterstützung der Bevölkerung – ohne uns ist er nicht führbar!
Jedes NEIN zu Aufrüstung und Militarisierung ist daher ein Baustein für eine friedliche Entwicklung.
Es ist ein JA zum gemeinsamen Kampf und zum gemeinsamen Schaffen besserer Bedingungen für die menschenwürdige Gestaltung aller Lebensbereiche. Es ist ein JA für eine Welt, in der die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die Zerstörung der Natur überwunden ist.
Für Bildungseinrichtungen, in denen die Entwicklung kritisch denkender, umfassend gebildeter Persönlichkeiten und das solidarische Miteinander im Mittelpunkt steht.“
(Aus dem Aufruf „Nein zum Kriegsmanöver Red Storm Charlie! Ja zu sozialem Fortschritt!“ am 26. September in Hamburg)
Militarisierung und massive soziale Einschnitte sind eine Emanzipationsbremse: Armut und soziales Elend könnten längst überwunden, Bildung, Gesundheit und Kultur umfassend realisiert werden, wenn der gesellschaftliche Reichtum, den die vielen erarbeiten, auch allen zu Gute kommt. Die soziale Ungleichheit war noch nie so hoch wie seit 1914 und die so genannten „Reformen“ der Bundesregierung drohen Millionen in Armut und Elend zu versetzen.
Leistungshetze und verbreitete finanzielle Prekarität drücken Studierende in den Rückzug in die „elterliche Wohnung“; weil die Mieten steigen, steigen Stress und marktkonforme Paukerei. Unter der fortschreitenden Militarisierung weiter Teile der Gesellschaft, gepaart mit den Sozialkürzungen, stellt sich für uns alle ganz neu die Frage, wofür wir lernen und produzieren wollen. Für Frieden und sozialen Fortschritt oder Krieg und Zerstörung?
So zum Beispiel in Hamburg bei dem Kriegsmanöver “Red Storm Charlie”, bei dem so genannte „zivil-militärischen Zusammenarbeit“ erprobt werden soll (z.B. Behörden, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Unternehmen, aber auch die Wissenschaft, wie die Hochschule für angewandte Wissenschaften und das Universitätsklinikum Hamburg, UKE). Das Manöver Red Storm Charlie ist Teil der Bemühungen, uns, die Bevölkerung, zum wiederholten Male mit der Lüge einer bevorstehenden „Invasion“ aus dem Osten auf einen Krieg gegen Russland einzustimmen und in dem Zuge Aufrüstung, Militarisierung und Sozialkahlschlag zu legitimieren.
In diesem Verhältnis gilt allemal: Ein menschenwürdiges Leben und Frieden sind möglich, wenn zivil und für den gesellschaftlichen Bedarf gelernt, gewirkt und gearbeitet wird. Um aus der gesellschaftlichen Sackgasse, der Einschüchterung und Isolation, die durch AfD und soziale Kälte vorangebracht werden, herauszukommen, braucht es zunehmend mündige, aufmüpfige Persönlichkeiten, die sich im Interesse der Vielen wissenschaftlich mit der Lösung der globalen Menschheitsprobleme beschäftigen, wie in den Zivilklauseln gefasst: An den Hochschulen in NRW ist erkämpft, dass sie sich zu Frieden, Nachhaltigkeit und Demokratie verpflichtet haben.
Das Recht auf Bildung für alle ist eine zentrale Konsequenz aus Krieg und Faschismus, um allen zu ermöglichen, eine verantwortliche Rolle für eine soziale und friedliche Gesellschaftsentwicklung zu spielen und muss heute umfassend realisiert werden. Ein allgemeinwohl-orientiertes Studium ist keine private Angelegenheit und dementsprechend auch von der Allgemeinheit zu finanzieren. Deshalb ist ein „BAföG für Alle“ als unbefristete, nicht-rückzahlungspflichtige, alters-, eltern- und herkunftsunabhängige Studienfinanzierung, die die realen Lebenshaltungskosten (aktuell ca. 1200€) inflationsangepasst deckt, gesellschaftlich notwendig.
Um dies zu verwirklichen, rufen wir auf, an der gewerkschaftlichen Demonstration am Sa., 26.9. in Essen und zur Demo gegen das NATO Manöver Red-Storm-Charlie in Hamburg teilzunehmen: Gegen Sozialkahlschlag und die Gefahr von Rechts für das Recht auf Bildung und ein BAföG für Alle, als Teil eines kulturellen und sozialen Aufbruchs!