Museumsbesuche

Kostenlose Museumsbesuche im Sommersemester 2026

Kunst, Kultur und Geschichte fördern kritisches Denken – und sollten für alle zugänglich sein, unabhängig vom Geldbeutel. Deshalb organisiert der AStA der Universität zu Köln jedes Semester ein Museumsprogramm, bei dem die Führungen für Studierende der Universität zu Köln kostenlos sind. Die Führungen werden von Referent*innen der jeweiligen Museen gegeben.

 

Folgende Führungen haben wir für das Sommersemester 2026 für Euch geplant:

In unmittelbarer Nähe des rechtsextremistischen Nagelbombenanschlags in der Keupstraße am 9. Juni 2004 durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) schafft die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“ einen lebendigen Erinnerungsraum und einen Begegnungs- und Lernort aus der Perspektive der Betroffenen. 

Sie dokumentiert mit Objekten, Dokumenten und Filmen zum NSU den Anschlag, erzählt von den Geschichten der Menschen in der Keupstraße, vom Ankommen in Köln sowie vom langen Ringen um Anerkennung und mahnt, rechtsextreme Gewalt nicht als singuläres Ereignis zu verstehen, sondern deren strukturellen und institutionellen Grundlagen zu hinterfragen.

Falls möglich umfasst die Veranstaltung auch ein Gespräch mit Betroffenen des Anschlags und seinen Folgen.

Im und am Kölner Dom lassen sich einige Kunstwerke entdecken, die den christlichen Blick auf das Judentum widerspiegeln. Mehrere unter ihnen zeugen dabei von einer durch die Jahrhunderte ausgebildeten Judenfeindschaft der katholischen Kirche, die in ihrer Haltung erst durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) einen epochalen Wandel vollzog. 

Angesichts der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus der Stadt Köln vor über 600 Jahren und des aktuell eskalierenden Weltgeschehens scheint es dringend geboten, sich mit den klischeehaften Vorstellungen und abwertenden Stereotypen der im Lauf der Jahrhunderte geschaffenen Bildwerke auseinanderzusetzen.

Der Kölner Sportpark, eingeweiht im September 1923, war bis zur Eröffnung des Berliner Olympiastadions 1936 die größte deutsche Sportanlage: Sportfeste und Fußball-Länderspiele mit zehntausenden Besucher*innen dienten in der NS-Zeit zur Propaganda, jüdische Vereinsmitglieder wurden ausgegrenzt.

1941 richteten die NS-Machthaber nur wenige hundert Meter nördlich des Sportparks einen Lagerkomplex ein. Hier wurden Tausende als jüdisch verfolgte Kölner*innen unter schrecklichen Bedingungen interniert – als Vorbereitung auf die anschließenden Deportationen in die Ghettos und Vernichtungslager.

Heute erinnert ein Mahnmal an das Lager. Diskussionen um Namensgebungen von Sportanlagen und Straßen verdeutlichen aber noch immer den schwierigen Umgang mit der Geschichte. Die Führung lädt dazu ein, mehr über die Geschichte des Kölner Sportparks und seine Nähe zu Verfolgung und Verbrechen zu erfahren.

Der Kölner Sportpark, eingeweiht im September 1923, war bis zur Eröffnung des Berliner Olympiastadions 1936 die größte deutsche Sportanlage: Sportfeste und Fußball-Länderspiele mit zehntausenden Besucher*innen dienten in der NS-Zeit zur Propaganda, jüdische Vereinsmitglieder wurden ausgegrenzt.

1941 richteten die NS-Machthaber nur wenige hundert Meter nördlich des Sportparks einen Lagerkomplex ein. Hier wurden Tausende als jüdisch verfolgte Kölner*innen unter schrecklichen Bedingungen interniert – als Vorbereitung auf die anschließenden Deportationen in die Ghettos und Vernichtungslager.

Heute erinnert ein Mahnmal an das Lager. Diskussionen um Namensgebungen von Sportanlagen und Straßen verdeutlichen aber noch immer den schwierigen Umgang mit der Geschichte. Die Führung lädt dazu ein, mehr über die Geschichte des Kölner Sportparks und seine Nähe zu Verfolgung und Verbrechen zu erfahren.

Welche Vorstellungen von Geschlecht und Identität existier(t)en in indigenen Gesellschaften – lange bevor koloniale Machtstrukturen sie verdrängten? Diese Führung lädt dazu ein, vielfältige historische und kulturelle Perspektiven auf Queerness kennenzulernen und die Auswirkungen der Kolonialisierung auf alternative Geschlechterbilder und queere Lebensweisen zu reflektieren.

Im Mittelpunkt stehen indigene Konzepte von Gemeinschaft, Spiritualität und Identität aus Südamerika, die häufig mehr als zwei Geschlechter kennen, wie das Konzept Q’ariwarmi (Quechua: „Mann-Frau“). Sie ermöglichen soziale Rollen jenseits westlicher Kategorien. 

Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie koloniale Gewalt, Missionierung und europäische Normvorstellungen zur Verfolgung und Marginalisierung dieser Identitäten beitrugen – und welche Spuren, Widerstände und Wiederaneignungen bis heute sichtbar sind.

Bitte meldet Euch über den QR-Code (im Bild), den folgenden Link (https://www.asta.uni-koeln.de/museumsfuehrung) oder per E-Mail an museumsbesuche@asta.uni-koeln.de für die Führungen an. Über den Link findet Ihr auch weitere Informationen. 

Wir freuen uns auf Euch!