Als AStA sind auch wir auf die Problematik aufmerksam geworden, die der Streik der Erzieher*innen mit sich bringt. Der AStA hat dazu eine Pressemitteilung verfasst, die ihr im Folgenden nachlesen könnt.

 

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) fordert die Universität dazu auf, Studierenden mit Kind gegenüber gerade während der Zeit der bundesweiten Kita-Streiks so entgegenkommend wie möglich zu handeln.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat am 28.04.2015 die bisherigen Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung für einen unbefristeten Streik bekanntgegeben. Da sich bei der Urabstimmung 93,44% der betroffenen gewerkschaftlich Engagierten für den Streik ausgesprochen haben, bleiben unter anderem Kindertagesstätten und –horte bis zum Vorliegen eines „verhandlungsfähigen Angebots“ geschlossen.

Der AStA zeigt sich solidarisch mit dem Streikvorhaben der Erzieher*innen  in den unterschiedlichen Betreuungseinrichtungen. Lusalla Nzanza, Referent für Soziales und Internationales, mahnt jedoch auch die Universität zur Reaktion: „Wenn die Kitas geschlossen bleiben, haben vor allem viele studierende Eltern ein großes Problem. Weder können sie sich einfach von der Uni ‚freinehmen‘, noch können sie finanziell eine Ersatzbetreuung stemmen. Daher fordern wir als AStA insbesondere für die kommenden Wochen von den Lehrenden der Universität: Setzen Sie Studierende, die ihr Kind mitbringen, nicht vor die Hörsaaltür.“

Ein konkretes Entgegenwirken, um den Betreuungsengpässen zu entgehen, kann der AStA selbst nicht leisten. Die Universität zu Köln verfügt zwar über eine Backup-Betreuung, die in Betreuungsnotfällen stundenweise kostenpflichtig gebucht werden kann und auch während des Streiks verfügbar ist. Um den ca. 2500 Studierenden mit Kind gerecht zu werden, muss sie allerdings deutlich ausgebaut werden.

Darüber hinaus, so Nzanza weiter, sei eine grundsätzliche Offenheit der Lehrenden gegenüber Studierenden mit Kindern vonnöten: „Einige Lehrende fühlen sich durch Kinder in ihren Vorlesungen stark gestört, selbst wenn sie ganz friedlich sind. Studierende mit Kind müssen die Möglichkeit haben, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Die Lehrenden müssen verstehen: Das Studium mit Kind geht nicht ohne Kind.“