Während der Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ findet das nächste Treffen zur Uni Geschichtsaufarbeitung am 1. Juni, von 16:00 bis 18:00 statt! Wir treffen uns im Seminarraum S90 im Philosophikum. Leitet die Info gerne weiter!
Bei den Treffen geht es darum, unterschiedliche Akteure an der Universität zusammenzubringen, die bereits zur Geschichtsaufarbeitung arbeiten oder arbeiten wollen. Das Ziel ist es, eine sichtbare und konsequente Geschichtsaufarbeitung an der ganzen Universität voranzutreiben.
Im Fokus steht dabei unter anderem die Umbenennung der Hörsäle, die aktuell nach ehemaligen NSDAP-Mitgliedern benannt sind (Alfred Müller-Armack, Erich Gutenberg und Kurt Alder). Stattdessen wollen wir Hörsäle nach Hochschulmitgliedern benennen, die widersprochen und widerstanden haben.
Bei unserem ersten Treffen haben wir u. a. über die linke Studentin Jenny Gusyk gesprochen, über den Kolonialismus-kritischen Ethnologen Julius Lips und über den Sozialwissenschaftler, katholischen Pazifisten und Sozialpolitiker Benedikt Schmittmann. Bei dem Treffen haben wir zudem andiskutiert, dass wir uns nicht auf die Umbenennung der drei Hörsäle beschränken wollen, sondern auch an anderen Fakultäten dafür zu wirken, dass Gegnerinnen von Kolonialismus und Faschismus sichtbar gemacht werden. Außerdem wurde darüber gesprochen, angesichts des hundertjährigen Jubiläums des Akademischen Auslandsdienstes an der Universität Köln im Jahr 2028 die Geschichte des internationalen Austauschs an der Uni aufarbeiten zu wollen.
Außerdem möchten wir uns dafür einsetzen, dass die Bilder der Nazi-Rektoren, die aktuell unkommentiert im „alten Senatssaal“ der Universität hängen, abgehängt und durch eine Gedenktafel an die Opfer des Faschismus an der Universität oder ähnliches ersetzt werden.
Einen ersten Entwurf zu Überlegungen zur Uni-Geschichtsaufarbeitung findet ihr hier: https://www.asta.uni-koeln.de/2026/05/23/konzept-zur-antikolonialen-und-antifaschistischen-uni-geschichtsaufarbeitung/
Bereits in die Wege geleitet:
1) Diskussionsveranstaltung am 23.06. um 18:30 im Hörsaal XII mit Ralf Ptak über Alfred Müller Armack: „Opportunistische Kräfte in der NS-Zeit und heute.
Oder: Warum sind an der Uni Hörsäle nach ehemaligen NS-Mitgliedern benannt?“ (Arbeitstitel)
Der IG Farben Konzern war ein Zusammenschluss der großen deutschen Chemiekonzerne, die bis heute existieren – unter anderem gehörten Bayer und BASF dazu. Der oben erwähnte Kurt Alder hat während des Faschismus für die IG Farben gearbeitet. (https://kritische-min-studierende.de/wp-content/uploads/2023/10/IGFarben_Broschuere.pdf )