AStA Uni Köln lehnt Studiengebühren in jeglicher Form ab
Schwarz-Gelbe Pläne zur Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende sind rassistisch

Köln, 12.06.2017: Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln (AStA) lehnt den Plan der CDU und der FDP zur Einführung von Studiengebühren für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland strikt ab. Am Freitag haben CDU und FDP bekannt gegeben, dass sie zwar keine allgemeinen Studiengebühren einführen wollen, jedoch nach dem Baden-Württembergischen Modell Studiengebühren für internationale Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland. Nach dem dortigen Modell werden Gebühren in Höhe von 1.500 € pro Semester erhoben, wobei davon nur 300 € bei den Hochschulen ankommen.

„Der gesamte Bildungsweg muss kostenfrei sein! Und zwar unabhängig von der Herkunft der Menschen!“ so die 1.AStA-Vorsitzende Imke Ahlen. „Gerade Studierende aus Nicht-EU-Staaten haben schon jetzt genügend Probleme und Herausforderungen. Sie dürfen aufgrund strenger Gesetze – zumindest teilweise – nicht arbeiten und können so nur schwierig ihren Lebensunterhalt in der Bundesrepublik bestreiten. Durch die Einführung von Studiengebühren wird diese Problematik noch verschärft.“

„Es ist perfide, ausgerechnet diejenigen zur Kasse zu bitten, die kein Wahlrecht besitzen“ empört sich Maren Scholz, Referentin für Antidiskriminierung und Kultur. „In Köln gibt es ein hervorragendes Netzwerk internationaler Hochschulgruppen, das durch dieses Vorhaben existenziell gefährdet wird. Wir brauchen keine Hochschulmaut, sondern eine bessere Finanzierung der Hochschulen durch die öffentliche Hand.“ Weiterhin sei es „ein politisch fragwürdiges Zeichen, ausgerechnet in einer Hochphase des Fremdenhasses, Maßnahmen wie diese einführen zu wollen“ führt Scholz weiter aus.

Lena Snelting, Politikreferentin, ergänzt abschließend: „Schon die Einführung von Studiengebühren durch die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg haben wir vehement abgelehnt. Insbesondere, da dort die Studiengebühren zur Sanierung des Landeshaushalts eingeführt wurden.
Durch die Einführung der Gebühren hat Baden-Württemberg an Attraktivität verloren. Dies wird uns in Nordrhein-Westfalen durch die Gebühren genau so ereilen. Deswegen kämpfen wir weiterhin mit unseren Bündnispartnern dem Landes-ASten-Treffen, dem Bundesverband ausländischer Studierender und dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren gegen die Pläne von CDU und FDP zur Einführung von Studiengebühren in NRW!“